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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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unter dem die künstlichen Höhlen sich hinziehen, in große Gefahr. Manhat siel) später veranlaßt gesehen, ganze Räume zu unterwölben oder aus-zufüllen, während andere zur Ablagerung der zahlreichen Gebeine gebrauchtwurden, welche aus den seit sechs Jahrhunderten benutzten und um mehrals Menschenhöhe aufgehäuften Kirchhöfen bei einer allgemeinen Reinigunghervorkamen. Aber neue Unglücksfälle nöthigten auch von dieser so passen-den Anwendung abzustehen, und statt der morschen menschlichen Gebeinefestere Stützen uuterzuführen, um den Einsturz ganzer Stadttheile °zu ver-hindern. Dennoch zeigen sich von Zeit zu Zeit an manchen Orten drohendeZeichen ; Niemand wagt noch, in diese schaudererregenden, mit den Ge-beinen voir 25 Generationeil zum Theil in regelmäßiger Anordnung gefülltenRäume hinabzusteigen, um zwischen unabsehbaren Schädelreihen einherzu-wandeln, und dabei jeden Augenblick des Einsturzes einer FelSmasse von derHöhe gewärtig zu sein, die auch ihn den Abgeschiedenen zuführen würde.Und wer es wagen wollte, den hindert das polizeiliche Verbot, die unter-irdischen Höhlen ferner zu betreten. Auch sind alle öffentlicheil Eingänge,um jeden Schaden abzuwehren, vermauert worden; nur einzelne verstecktePforten findet man noch in den Kellern benachbarter Häuser. Abgehaltenvon ihrer Benutzung, konnte ich, bei meiner Anwesenheit in der großenHauptstadt, bloß durch bildliche Darstellungeil mir eineil Eindruck von die-sen unterirdischen Schrecknisseil verschaffen.

Auf den Grobkalk des Pariser Beckens, der seinen Versteinerungennach in einem Meerbusen gebildet zu sein scheint, wohin auch Süßwasser-ströme sich ergossen, folgen aufwärts verschiedene Mergel- und Sand-lagen, in denen wieder Seegeschöpfe enthalten sind; wahrscheinlich weilsie bei einem spätereil Steigeil des Meeres, wodurch die süßen Wasser desBeckens zurückgedrängt wurden, entstanden. Die Katastrophe dauerte in-deß nicht lange, das Meerwasser floß zum zweiteil Male ab, und neueSüßwasserflllthen folgten ihm. Sie scheinen die letzten jüngsten Gebildedes genannten Beckens zurückgelassen zu haben. Wie diese Angaben zeigen,ist die ganze tertiäre Schichtensolge bei Paris sehr mannigfach; sie bestehtwenigstens aus fünf verschiedenen Gliedern, von denen drei aus süßenGewässern herrühren, zwei Meeresschichten sind. Das unterste Glied ent-hält Braunkohlen mit Töpferthon, ist also ein Süßwassergebilde; darauffolgt als erstes Meeresprodukt chloritischer Kalk mit Grvbkalk und einem ihnbedeckenden Meeressandstein; die dritte Abtheilung besteht aus Süßwasser-sedimenten, zu unterst aus einem kieseligeiÜ Kalkstein, auf dem der berühmteGypö des Montmartre mit den zahlreichen Säugethierknochen ruht, und zu