heutigen Kohlenbecken absctzten. Jc nach dcr Schnelligkeit, womit dieVerkohlung hier fortschritt, war die Wirkung eine andere; und daher rührtoffenbar das verschiedene Ansehn dcr Kohle jedes cinzc neu Kohlengebictcs.Aber nur wenige Bäume veränderten sich so schnell, daß die Holztcrturerhalten blieb und dcr ganze Stamm seine frühem Umrisse bewahrte. Fin-den Absatz dcr Schichten aus süßen Gewässern spricht endlich thcils derUmstand, daß die kenntlichen Hölzer großen Waldbäumcn, besondersKoniferen, obgleich nicht eigentlichen Fichten, angchört haben, unddaß, wenn sich thierischc Reste, z. B. Muschclschaalcn, in den begleitendenSand- und Mcrgelschichtcn finden, dieselben von Süßwassergeschöpfcn hcr-rührcn. Im Ganzen aber sind Thicrrestc in den Braunkohlenschichten eineSeltenheit. Nur sehr sparsam hat man hie und da Gebeine von größerenLandsäugcthicrcn wahrgenommen. Bei Halle fehlen solche Fälle nochgänzlich. —
Eine andere mächtige Gruppe dcr unteren Tertiärgcbildc ist die Grob-kalk f o r m atio n. Sic folgt gewöhnlich den Braunkohlen zunächst, aberwenn sie auf Braunkohlen liegt, nicht unmittelbar, sondern durch dazwi-schen gelagerte Sandschichtcn von ihnen getrennt. Ihre Hauptmasse ist derGr ob kalk, ein kohlensaurer Kalk von grauer, bräunlicher oder gelberFarbe; aber sein Gefüge ist höchst verschieden: bald zähe und fest, baldlocker und fast erdig. Bedeutende Quantitäten von Sandkörnern, die crstcllcnwcis umschließt, geben ihm ein rauhes Ansehn, und wurden Veran-lassung zu seinem Namen; mitunter find cs grünliche Chloritkörner, die ercnthält, und durch die er ein dunkleres geflecktes Anschn bekommt.
Noch mehr als der Portlandstcin für London bedeutet, ist dcr Grvb-kalk den Parisern, das allgemeinste und fast einzige Baumaterial. SeitJahrhunderten zu allen Bauwerken von Frankreichs stolzer Hauptstadt ver-wendet, hat bald die Ausbreitung einer zunehmenden Bevölkerung nichtmehr den bloßen Abbruch an der Oberfläche im sogenannten Tagcba uverstecktet, sondern zu unterirdischen Bruchstätten gcnöthigt, deren ungeheurerUmfang über den achten Thcil einer Quadratmcilc betragen soll. Nament-lich die Höhen um Paris, auf denen die neuen Forts dcrBefestigungöwerkczum Thcil ruhen, find von lolchcn Bauen unterminirt, und manche vonihnen kaum geeignet, dem Dröhnen und dcr Erschütterung einer starkenKanonade, die von ihren Gipfeln ausgchen soll, als sichere Fundamentezu dienen. Stürzten doch in früherer Zeit mehrmals die Decken solcheranfangs ohne alle Sorgfalt und Vorsicht angelegten Gewölbe zusammen,und brachten dadurch einen Thcil der Stadt an dcr Südseite dcr Seine,