Druckschrift 
Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
Seite
268
Einzelbild herunterladen
 

208

Schichten eingebettet, wo sie bloß als Geschiebe Vorkommen können. Ihrerundlichen Knollcnformcn und ihre abgeriebene Oberfläche zeugen bestimmtfür den angegebenen Hergang. Sic finden sich übrigens nicht bloß alsAuswürflinge der Ostsee an den Küsten von Mecklenburg, Pommern undPreußen, sondern auch im Schuttlandc dieser Gegenden, selbst im Holzemancher Braunkohlcnlagcr; aber noch häufiger trifft man zwischen denBraunkohlen ein anderes fossiles Harz, dcnRetinit. Dasselbe gleichtzwar dem Bernstein, allein cs ist nie so klar, stets nur wachsgelb vonFarbe, leichter zerbrechlich, blasig oder porös, enthält keine Insekten undbrennt nicht am Lichte mit Heller Flamme, sondern verglimmt unter starkerRauchentwickelung. Für seine Abstammung von den Braunkohlenbäumenspricht sein Fundort vollkommen so deutlich, wie für den Bernstein dieAehnlichkeit desselben mit dcm Kvpal und das Vorkommen von Insektenin diesem wie in manchen anderen Harzen; beide zeigen so entschieden einenvegetabilischen Ursprung, daß ihn gegenwärtig wohl Niemand mehr bezwei-feln kann.

Im Vorhergehenden haben wir eine möglichst allgemeine Darstellungder Braunkohlenformation und ihrer wichtigsten Begleiter gegeben, wir

wollen jetzt noch einen Blick auf ihre räumliche Verbreitung werfen unddabei durch nähere Betrachtung einer einzelnen Kohlenmuldc die Gesammt-