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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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schilderung weiter zu erläutern suchen. Das Letztere scheint um so nöthigcrzu sein, als kaum eine andere Formation im gleichen Grade örtliche Ver-schiedenheiten darbictet. An wenigen Stellen von Deutschland findet siesich häufiger, als in Sachsen, und namentlich in den unmittelbaren Umge-bungen von Halle am allgemeinsten. Nicht bloß ein Thcil der Stadtsteht über Braunkohlen, auch die ganze städtische Feldmark ist reichlich mitKohlcnflötzcn gesegnet, und weit umher erstrecken sich getrennte Kohlen-mulben, zumal westlich bis an den Fuß des Harzes, oder südlich im Saal-thale aufwärts gegen Weißen sc ls bis hinüber in das Thal der Elsternach Zeitz. Ein anderes kleineres Braunkohlenrevier findet sich westlichvon Altenburg und ein drittes nordöstlich daneben bei Borna. Gleich-zeitig mit diesen Braunkohlcnlagcrn sind die böhmischen Mulden am Fußedes Erzgebirges von Egcr bis Tcplitz entstanden; ferner die märkischenbei Frankfurt und Frcieuwaldc, die hessischen in der Nähe vonKassel und die rheinischen bei Bonn. Auf dem bcigegcbeneu Bildeblicken wir in die Kohlengrube bei Ni et leben hinein, und sehen daswestliche Ende derselben mit dein Ausgehenden der Flötzc vor uns. Linksliegt im Vordergründe, als sogenannter Abraum, der weiße Kohlcnsand,welcher beim Beginn des Abbaues am südlichen Rande der Grube abge-tragen werden mußte, che die Kohlen selbst zu Tage gefördert werdenkonnten; aber den ganzen Schichtenverband des Kohlenbeckens zeigt diegegenüberliegende nördliche Wand. Da sicht man zu oberst eine dünne,noch nicht 2 Friß mächtige Schicht schwarzer Dammcrdc (->) und daruntereine eben so starke, ihr parallele Schicht von Diluviallchm (b). Unterdemselben folgt der Braunkohlcnsand (c), eine feine lockere Sandschicht,welche von den Rändern der Mnldc aus gegen deren Mitte hin cinfällt,also hier ihre größte Mächtigkeit hat. In der Nähe des genommenenStandpunktes beträgt die Mächtigkeit des Sandes etwa 12 Fuß. SeineFarbe ist in der Hauptsache rein weiß, nur nach oben wird sie gelblicher;doch ziehen sich durch die ganze Sandschicht parallele, oder vielmehr concen-trisch gesenkte gelbbraune eisenschüssige Streifen, welche meistens ein etwasfesteres Gefüge besitzen. Unter dem weißen Sande liegt eine kl Fuß starkeund überall ziemlich gleichmäßig mächtige Schicht dunkleren grauen San-des (cl), worin fein zerstreute Spuren von Kohle auftrctcn, und ihr folgteine andere schwarzgraue, nur 9 Fuß mächtige Mcrgclschicht (e), welcheeine größere Consistcnz zeigt, kein Wasser mehr durchläßt und deshalb amRande des Abbaues beständig von Wasser trieft, das über ihr auf derunteren Grenze des Sandes hervorguillt. Erst unter dieser dritten Schicht