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flüssiger Gestalt quillt es au verschiedenen Stellen, besonders in sandigenGegenden, ans der Erde hervor, und bedeckt den Boden oder vermengt sichmit fließenden Gewässern, auf deren Oberfläche cs fortgeführt wird; ananderen Stellen bildet cS pcchartige Ueberzüge, selbst Lager und felsen-förmige Gruppen. So findet es sich besonders an Ufern von Seen, z. B.am todtcn Meere, auf dem Asphaltmassen umhcrschwimmen und seineKüsten als Schollen und Geröllc bedecken. Bekannter ist wenigstens inneuerer Zeit der Asphalt-Sec auf Trinidad geworden, dessen Gestadestellenweis von wahren Pcchfclscn begrenzt werden. Hier hat sich diemoderne Industrie ihrer schou bemächtigt und den brauchbaren Stoff mitSand gemischt zur Asphaltpflasterung und zu ähnlichen Zwecken verarbeitet.In anderer Art erregten brennende Erdölmasscn die Aufmerksamkeit der An-wohner; sie wurden Gegenstände nicht bloß der Bewunderung, sondernauch der Verehrung, wie die heiligen Feuer von Baku, deren Ruf durchdas weite Morgenland hallt, und deren Name noch jetzt bei den Feueran-betern Irans und Indiens nur mit Ehrfurcht genannt wird. — Aber auchin Kalk- und Sandsteinen in der Nähe von Kohlenlagern trifft man Bitu-men, ja manche Gesteinsschichten sind in beträchtlicher Ausdehnung davondurchdrungen. Diese Nähe und die Aehnlichkcit des Erdöls mit mehrerenvegetabilischen Harzen hat zu der Annahme geführt, daß die Pflanzen derVorwelt, und vielleicht auch thierischc Organismen, an seinem UrsprüngeTheil hätten, und daß inan alle bituminösen Substanzen als Zersetzungs-Produkte, oder geradezu als Ausscheidungen organischer Körper zu betrach-ten habe. Zwar lassen manche Vorkommnisse des Erdöls Einwürfe gegendiese Annahme zu, und scheinen wenigstens die ausschließliche Richtigkeitderselben zu bestreiten; allein vorherrschend ist gewiß der Ursprung desBitumens auf Rechnung der Organisation zu schieben. Jndcß mag nichtalle Materie, welche wir bituminös nennen, von gleicher Beschaffenheitsein; manche bituminöse Giraten scheinen mehr von thicrischen als von pflanz-lichen Körpern ihren Inhalt bekommen zu haben, und nur in den Kohlcn-schichten dürfte der pflanzliche Ursprung der wahrscheinlichere sein. Für dieBraunkohle ist dies wohl ohne Frage anzunehmen, und die Entstehung desBitumens also durch eine Umwandlung von unorganisirtcn Pflanzcnstoffenzu erklären, welche während ihrer Bildung die organisirtcn vegetabilischenMembranen durchdrangen und in bituminöses Holz verwandelten. Jenach dein Grade dieser Umwandlung und der Verschiedenheit in denPflanzen-thcilcn, ergab der Proeeß ein abweichendes Resultat; er bewirkte theilöein gänzliches Verschwinden der Holztertur in der erdigen Braunkohle,