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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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aber die Menge gleicher Arten noch mehr zunimmt, bestimmte einigeBeobachter, namentlich den französischen Naturforscher Deshaycs, dafürdie Namen Eocen -, Mioccn - und P lior c n - Formation zu erfinden.Seine Untersuchungen, welche besonders auf Muscheln und Schneckengegründet wurden, ergaben für die Eoccngcbildc ein Verhältnis der über-einstimmenden Arten zu den verschiedenen von 1 zu 30, in den Mioccn-gcbilben von 1 zu 5, und in den Plioeengcbildcn von 1 zu 3 oder l zu 2,ja stcllcnwciö selbst von 8 zu 10. Wie interessant diese Resultate auchsein mögen und wie richtig dadurch gewisse Oertlichkeiten auch bestimmtwerden, eine allgemeine Anwendung scheinen sic nicht zu verstauen; viel-mehr wird bei den Tertiärgebildcn weit häufiger, als bei früheren Forma-tionen, eine beschränktere Ausdehnung der Schichten und eine darin be-gründete gleichzeitige Entstehung anscheinend verschiedenartiger Niederschlägeangenommen werden müssen. Es fehlen daher nicht bloß eoce n e Schich-ten, wo mioeenc auftreten, sondern es kommen auch m io eene Schichtenan gewissen Orten unter ganz ähnlichen Umständen vor, wo an anderenpliocenc Straten angetroffen werden; daher cs weit weniger statthaft zusein scheint, beide für auf einander folgende Gebilde zu halten, als sie fürgleichzeitige, bloß örtlich verschiedene Absätze zu erklären. Aus diesemGrunde ist man neuerdings immer mehr von der strengen Sonderung dertertiären Straten nach Lcitmuschcln zurückgekommen, und hat auch diedarauf gegründeten, an sich schon sehr wenig gefälligen Benennungen wiederverlassen.

In vielen Gegenden Deutschlands bestehen die untersten Tertiärschich-ten aus T h o n - und Sandlagcrn, zwischen denen Braunkohlen-flötzc cingcschobcn sind, und daher mag von ihnen zuerst die Rede sein.Der Sand, gewöhnlich die oberste Schicht, ist nur sehr wenig zu einemGanzen verbunden, ja häufig kein wahrer Sandstein mehr, sondern einbloßes Sandlager, das an der Luft in äußerst feinen gliinmerhaltigen Sandzerfällt, und nur in seinen natürlichen Verhältnissen einen gewissen Gradvon Kohärenz besitzt. Doch wird er an manchen Orten, z. B. auch beiHalle, auf gewisse Strecken von einem sehr festen und harten Sandstein be-deckt, der durch Verkieselung des Sandes entstanden zu sein scheint, undwegen seines Vorkommens in isolirten unregelmäßigen Stücken hier denNamen Knollenstein führt. Die Thonlagcr sind gewöhnlich zäher, aberdoch nicht eigentlich ein festes Gestein, sondern viel lockerer gefügt als dieThone früherer Formationen. Sic haben eine weiße oder hellgraue, mit-unter aber auch eine gelbe, rothc oder braune Farbe, enthalten hie und da