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von selbst durch dm Mangel jenes gewaltigen Druckes, den alle späteren,über ihnen abgesctzten Schichten ans die älteren ausübten, sic dadurch imLaufe von Jahrtausenden zu so festen Massen comprimirend. Auch ist hier-bei die reinere Beschaffenheit der Substanzen, aus denen die einzelnen älterenSchichten bestehen, zu beachten, und die größere Festigkeit derselben schondeshalb natürlich. —
Neben diesem im Allgemeinen wichtigen Charakter crgicbt sich ein zwei-ter, fast noch bezeichnender für unsere Periode; wenn er gleich eben so wenigihr ausschließlich eigen ist. Das häufigere Auftreten vonSüßwasscrgcbildenzwischen den übrigen marinen Schichten zeigt nämlich auf einen sehr bedeu-tenden Antheil hin, den die Binnengewässer beim Absatz der tertiärenSchichten gehabt haben. Die Bestimmung dieses Antheils ist nicht soschwierig, wie cs vielleicht Manchem erscheinen mag; er erhellt aus denfossilen Organismen der einzelnen Streiten mit Leichtigkeit. Gehören die-selben nämlich Thieren an, deren lebende Zknaloga sich nur in Teichen,Flüssen und Süßwasscrsecn aufhalten, so schließen wir wohl mit Recht aufeine ähnliche Lebensweise ihrer Vorgänger; finden sich zwischen diesen Süß-wasscrthiercn auch Mccrbewohncr, so werden wir annchmen, daß durchdie Revolutionen verschiedene Wasserbecken mit einander gemischt und ihreBewohner in dieselbe Schicht eingebettet wurden; treffen wir endlich bloßMeergcschöpfe in gewissen andern Stratcn, so werden wir selbige für Ab-sätze des Oceans halten müssen. Landthiere können daneben in allen dreiSchichten Vorkommen, je nachdem sic an den Ufern von Binnengewässern,oder an Meeresküsten, oder an beiden zugleich lebten; ihre Anwesenheit zeigtalso für den Ursprung der Schicht auf nichts Gewisses hin. Dennoch istdas häufige Vorkommen von Säugcthicrgcbeinen ein auszcichnenderCharakter für die Tcrtiärgcbildc und eine Erscheinung, die noch sicherer,als das Auftreten von Süßwasscrgcschöpfen, die große Analogie dieserjüngsten Periode vor der Jetztwclt mit der Gegenwart in allen Beziehungendarthut.
Um nun für die höchst mannigfachen, nur selten über größere Flächenausgedehnten Tertiärgebilde, ihr gegenseitiges Vertreten und ihr relativesAlter einige sichere Anhaltepunkte zu gewinnen, hat man wieder die orga-nischen Bcischlüsse derselben als Führer benutzt und nach ihnen drei Untcr-abtheilungen angenommen, welche am richtigsten wohl durch untere,mittlere und obere Tertiärschichten sich bezeichnen lassen. Allein dieThatsache, daß in den untersten Schichten bei weitem weniger fossile Orga-nismen mit heutigen übcrcinstimmen, als in den mittleren, in den obersten