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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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3. Permsches System.

Mit dem Aufhören der Kohlcnflötzc und ihrer unmittelbaren Begleiterwollte man neuerdings die Kohlengruppc abschlicßcn, und die nachfolgen-den durch einen zwar abweichenden, wenn auch sehr ähnlichen organische»Inhalt als ein besonderer Abschnitt dieser ganzen Epoche anzuschenden Se-dimente zwar davon trennen, aber vielleicht weniger glücklich mit den un-mittelbar folgenden jüngcrn Gliedern zu einer Formation verbinden.Es sind das der jüngere rothc Sandstein oder das Rothlie-gende, der Kupferschiefer und der Z e ch st ein, drei Gebilde, welchevon den Englischen Geognosten, nach der starken Verbreitung analoger Ge-steine am westlichen Fuße des Ural bis gegen die Wolga hin, unter deinNamen des Pcrmschen Systems zusammcngcfaßt werden. Wir lassen esdahin gestellt sein, ob diese Analogie als eine sicher begründete anzuschcnist, und behandeln hier die Glieder der Zcchsteingruppc, wie sie in Deutsch-land auftreten, mit dem Rothliegcndcn nur deshalb unter einer Rubrik, weildieses dein Steinkohlcngcbirgc und jene der Trias gleichmäßig fern stehen.Das Roth- oder Todtliegcndc, eine Benennung, womit der jüngererothe Sandstein über den Kohlen und unter.dem Kupferschiefer, des letzter»wegen, als dessen liegende crzlecre Schicht, von Mansfeldischen Bergleutenzuerst bezeichnet wurde, findet sich in Deutschland an manchen Stellen,z. B. am südlichen Harzrandc, in der nicht geringelt Mächtigkeit von 2600Fuß entwickelt, und besteht aus einem grobkörnigen Sandstein, dessen Bin-demittel ein röthlichcr Thon ist. Von ihm bekommt der Sandstein seineFarbe und seine Härte. In den untersten Teufen wechseln grobe, abge-rundete Hornquarzknollen, die von einigen Forschern für chemische Ausschei-dungen, von anderen als Gcrölltrümmer angesehen werden, mit reinerenKalkmasscn; dann folgen eckig-körnige, später rundlich-körnige Sandsteine,und ziemlich im obersten Niveau liegt ein 56, selbst 50 Fuß mächtigesPorphyreonglomerat, zum deutlichen Beweise, daß die Porphyre, welche anmanchen Orten, z. B. bei Wettin, am Harze und ThüringerWalde, die Kohlenflötze begleiten, und sowohl unter (älterer Porphyr)als auch über (jüngerer Porphyr) ihnen Vorkommen, noch in die Bildungs-Periode des Rothlicgendcn hineinreichten und fortfuhren, sich zu erhebe»,als dieses schon größtcnthcils abgelagert worden war ^). Weiterhin scheintdie Porphyrerhcbung seltener stattgefunden zu haben, denn die meisten

8) Man vergleiche hierzu den Hvlzschnitt auf Seite 22V