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nach wuchsen die Pflanzen eben da, wo sie noch jetzt als Kohle liegen; diesbezeugen namentlich die scnkrechtstehendcn Stamme, welche man in mehrerenFlöhen gefunden hat. Eben deshalb finden wir die zwischengelagcrtenSchiefer, und besonders die Sandsteinschichtcn, mächtiger, als die Kohlcn-schichten; letztere erreichen dagegen in ihrem verschiedenen Niveau eine sehrungleiche Dicke und erscheinen bald in den unteren, bald in den oberenTheilcn des ganzen Flötzcö schwächer; auch Pflegen in Flöhen, wo dieSchichten vielmals wechseln, dieselben dünner zu sein als da, wo nur we-nige, aber dafür desto stärkere Schichten auftrctcn. Alles dies zeigt aufeinen, durch mehrmaliges Anschwemmcn bedingten Ursprung hin, und weistnach, daß im erstcrcn Falle viele kleinere Abschnitte der Katastrophe, welchedie Pflanzenwelt vernichtete, hinter einander erfolgten, im zweiten Fallewenige großartige Erschütterungen die Phänomene bewirkten. Wiewohldie Pflanzenstruktur in den Steinkohlen selbst fast ganz verloren gegangenist, oder nur stellenweis sich erhalten hat, so beweisen doch diese einzelnenPunkte ganz entschieden die Abkunft derselben aus dem Pflanzenreiche ^).Nicht minder zeugen dafür die zahlreichen Abdrücke von Blättern undStämmen, welche in den Thon- und Sandschichtcn zwischen ihnen Vorkom-men, und zum Theil in den Sandsteinen über den Kohlen noch angctroffcnwerden. Der Charakter dieser Vcgetabilien ist entschieden tropisch, und sollweiterhin im Zusammenhänge mit den gcsammten Vegetationscigenthüm-lichkcitcn näher erörtert werden; hier scheint nur noch nöthig zu bemerken,daß die ungeheuere Menge der auf beiden Nordsciten der Erdkugel bisheraufgefuudcncn Kohlenlager einen ganz überraschenden Rcichthum an Pflan-zen in jener Zeit und eine Wasdbeckc verräth, welche an Dichtigkeit nur denUrwäldern der Tropenzonc in der Gegenwart verglichen werden kann.Auch rühren die wohl erhaltenen Abdrücke von Blättern und Stämmen imKohlcnschicfcr größtentheilö von Gewächsen her, deren jetzige nächste Ver-wandte in den wärmeren Klimaten einheimisch sind. P a l m e n, ba u nr -artige Farrnkräutcr, ricscnmäßigc Gestalten, die den heutigenSchachtelhalmen (kichmsotu»,) gleichen, und einige Nadelhölzerscheinen die Hauptgebilbe dieser reichen Flora gewesen zu sein; höher ent-wickelte Pflanzenformen fehlen also eben so vollständig, wie höhere thierischcOrganismen in dieser ältesten jugendlichen Zeit des Erdballes.
7) Ncbcr dm chemischen Theil der Steinkohlen - und Brannkohlcnbildnng hnt sichLicbig in seiner Schrift: Die organische Themic in ihrer Anwendung auf Agrikultur ic.S. 293 (1841. 8.), genügend ausgesprochen, daher wir auf ihn verweisen.