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Neichthum von Pflauzeuabdrückeu aus, den man in ihnen findet; daransind sie immer leicht zu erkennen. Die Kohlcnsand st c i n e sind eben-falls grau, meist feinkörnig, und enthalten, wie die früheren Sandsteine,hie und da Bruchstücke älterer Gesteine. Durch einen Reichthum vonPflauzeuabdrückeu, die auch in ihnen, wenn gleich weniger allgemein, Vor-kommen, sind sic eben so kenntlich, wie der Kvhlenschiefer. Alle drei Schich-ten wechseln in unbestimmter Ausdehnung mit einander und bilden mäch-tige Flötzc, die besonders in muldenförmige Vertiefungen zwischen parallelenBergzügcn oder in die Winkel sich treffender cingclagcrt sind, und an vielenStellen die auffallendsten Zerknickungen ihrer Schichten unter einander dar-stellcn; Verhältnisse, die auf große Veränderungen ihrer ursprünglichenLagerung Hinweisen. Sic entstanden ohne Zweifel auö verweltlichenPflanzen, welche an flachen Küsten neben Strommündungen wuchsen undzum Thcil, wie gegenwärtig an den Mündungen vieler kleinen Flüsse derTropenzonc, auf dem Brackwasser schwimmen mochten. Diese vegetabili-schen Schichten sanken unter, sei cs durch das eigene Gewicht, sei es durchdie Gewalt andrängcnder Fluthen begraben, und wurden vom angeschwemm-ten Sande oder Thon bedeckt, den das über sic wcgflicßende Meer herbci-führtc. Inzwischen bildete sich vom Ufer aus eine ähnliche Pflanzendecke,die denselben Bedingungen, wie die vorige, erlag; das Wasser begrub auchsic unter seinen mechanischen Beimengungen, und der alte Hergang nahmaufs Neue seinen Anfang«). Sicher trugen die vom Fcstlandc hcrkoin-mcndcn Ströme, welche entwurzelte Vcgetabilicn mit sich führten, zur Bil-dung der Kohlenlager bei, wenigstens scheint diese Annahme in den Fällendie natürlichste zu sein, wo wir Süßwasscr-Muschclschaalen, angeblichUnionen, in den zwischcngclagcrtcn Sandsteinen antrcffcn; beide Ursachenbewirken vereint den so oft wicderkehrcndcn Wechsel von Kohle und Erd-reich, der sich an den Flöhen wahrnehmcn läßt. Im Ganzen muß aber dieBildung der Kohlen führenden Schichten ruhig von Statten gegangen undohne große Versetzungen der Vcgetabilicn erfolgt sein; denn allem Anschein
6) Darw i n's Ansicht von Hebungs- und Scnknngsfeldern in der Südsce, zur Er-klärung der Korallcninscln, hat man auf die Stcinkohlenflötze übertragen und angcnom-mcn, daß die Kohlenschichlcn nicht bloß durch Nntersinkcu der Vegetation, sondern durchSinken des ganzen Bodens mit der Pflanzendecke, welche auf ihm wuchs, entstanden seien.Der häufige, selbst hundertmalige Wechsel dieser Senkung und die oft regelmäßige Folgeder Kohlenschichtcn in bestimmten Abständen über einander scheint mir jedoch weniger füreine so gewaltsame Ursache zu sprechen, und das Untcrsinkcn schwimmender Waldgcbietedie Phänomene ungezwungener zu erklären. —