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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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wässern. Bei so großer Mannigfaltigkeit wird eine weitere allgemeinereSchilderung der Gruppe schwierig, wo nicht gar unmöglich; ein Umstand,der sich leicht erklärt, wenn man bedenkt, daß keine andere Formation sosehr auf lokale Verhältnisse sich gründen mußte; insofern die Entstehungder Kohlen an eine reiche Vegetation gebunden war und diese wieder vongünstigen Bedingungen des damaligen Festlandes, namentlich vom Wasser-gehalt des Bodens und der Luft, abhing. Wir können daher nur nocheinige ganz allgemeine Angaben über die gewöhnliche Reihenfolge der Koh-lenglicder hinzufügcn.

Das unterste Glied der Stcinkohlcnformation pflegt ein hellfarbigesKalksteinlagcr zu sein von durchschnittlich 000 Fuß Mächtigkeit, welcheszuerst genauer im nördlichen England studirt wurde, und wegen seiner hü-geligen Oberfläche daselbst den Namen Berg kalk (mounwin limeslmw)erhielt; früher hieß cs, nach Wern er's Methode, jüngerer lieber -gangskalk. Es ist reich an Meeresverstcincrungcn, besonders Korallenund Muscheln (Brachiopoden), die stellenweis den Kalk ganz und gar bil-den; Eigenschaften, welche sehr an die Verhältnisse des Ucbcrgangskalksteinserinnern, und eben deshalb an Orten, wo die zwischengclagerten rothcnDevonischen Sandsteine fehlen, die Unterscheidung beider schwierig »rachen.Der Mangel Luft athmcndcr Rückgratthicre und die gleichzeitige Anwesenheitder in allen späteren Perioden eben so wenig, wie in der gegenwärtigenSchöpfung, vorhandenen Trilobiten; Krebse, welche sich nach Art einigerSüßwasserbewohner der Gegenwart nur schwimmend bewegen konnten,macht den hauptsächlichsten zoologischen Charakter des Uebergangs - undBergkalkeS aus.

Die eigentlichen Steinkvhlcnschichten finden sich über dem Bcrgkalke,mit Streiten abwechselnd, die vom Bergkalke wesentlich verschieden sind.Sic bilden inr Ganzen nicht sehr mächtige, in der Regel einige (gewöhnlich46, sehr selten 1020) Fuß dicke Lagen, die mehrmals (50-, 60-,selbst bis 120 mal 5) in verschiedener Stärke über einander auftreten unddann durch Thonschichtcn, seltener durch Sandsteinschichtcn getrennt werden.Die Thonschichten führen den Namen Kohlcnschicfer oder S ch i e f e r -thon, sind grau von Farbe, und zeichnen sich durch den außerordentlichen

3) Das Saarbrücker Kohlenrevier, das mächtigste und grüßte auf dem europäische»Festlaudc, zeigt so viele Schichte», wobei die unter einem Fuß starken noch nicht einmalmitgezählt sind. Seine Grenze nach unten zn ist gar nicht bekannt, weshalb es fraglichbleibt, ob cs auf Bcrgkalk ruht; nach oben schließen schon rothc Sandsteine die Kohlcn-schichten ein.