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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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sich nehmen, mit ihnen in mehrfacher, selbst hundertmaliger Abwechselungwiederkehren, und nach unten wie nach oben von den Massen des einenober dcö anderen Sedimentes begrenzt werden. Jndeß findet darin keineallgemeine Uebcreinstimmung statt; bald sind mächtige, meist weiße Kalk-steine das Liegende, während hellfarbige Sandsteine und dunkle Schiefermit den Kohlcnflötzcn abwechscln, wie cs im südlichen England Regel ist;bald treten dieselben Kalksteine schon mit den Kohlenschichten in unmittel-bare Wechsellagcrung, wie im nördlichen England, auf Spitzbergen, derBären-Jnscl und Nowa Zcmbla: Orte, an denen neuere Forschungen dieweite Verbreitung einer gleichzeitig entstandenen mächtigen, die südlichemKohlenbecken an Alter übcrtreffendcn Kohlenmuldc nachgcwicsen haben.Gewöhnlich scheidet ein grobkörniger Sandstein, den die Engländer stlill-stone-grit nennen, die Kohlcnflötzc vom Kalke unmittelbar, oder mittelsteines schwarzen Alaunschicfcrö, wie in Belgien und Wcstphalcn, wo deruntergclagerte Sandstein nach seinem Mangel an Kohle als flötz leererSandstein bezeichnet wird. Eigenthümlicher sind die Lagerungsvcrhält-nissc der Steinkohlen in Mitteldeutschland, besonders in Thüringen undbei Halle; obgleich die sonderbarste Anomalie derselben, ihre sogenannteEinlagerung in daö Rothlicgendc, durch spätere Forschungen als eine irr-thümlichc Annahme sich ergeben hat. Bei wechselnder Mächtigkeit von200500 Fuß besteht die Formation hier, wie an anderen Orten, ausweißlichen Sandsteinen, schwarzen Schicfcrthonen und Kohlenflötzcn; abernur auS 3L bauwürdigen, zwischen 8 Zoll und 6 Fuß Stärke schwan-kenden. Unter ihnen liegt kein Kalkstein, sondern eine rothbraune glimmc-rige Grauwacke, welche dem Devonischen System angehört, und für Roth-liegendes gehalten wurde; oben pflegt ein schwacher, oft conglomcratartigerKalkstein die Formation abzuschlicßcn und vom Rothliegendcn, das ihmfolgt, zu trennend- Hier fehlt also der mächtige Bergkalk, den seine zahl-reichen Conchylien als eine Mecrcsbildung auswciscn, gänzlich; dagegenzeugen die feinen Sandsteine zwischen den Kohlen sowohl dadurch, als auchdurch ihre organischen Beischlüssc, mehr für einen Absatz aus süßen Ge-

4) Der umstehende Holzschnitt giebt eine Ansicht dieses Kohlcngebirges eins demWettiner Revier bei Halle, a. Bunter Sandstein; d. Kupftrschiefcrgebirgc; o. Por-phyrtrümmcr und Rothlicgcndes; >l. der (jüngere) Porphyr über den Kohlen mit demSchwcizcrling *; e. muthmaßlichcr (älterer) Porphyr unter den Kohlen; g. Stcüikohlcn-gebirgc mit 3 verworfenen und am Ende verdrückten Flohen, 200' mächtig; l. Liegendesder Steinkohle (Devonische Schichten?).