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Nicht bloß Jahrtausende, nein Millionen von Jahren'), mögen über dieBildung dieser mächtigen Schichten vergangen sein; denn nur langiamschreitet die Verwitterung vor, sie mahnt uns schon durch ihren Wortlautan einen unmcrkliche» Fortgang, und kann erst nach großen Zeiträumensichtbare Erfolge liefern. Damit stehen auch die Formen dieser ältestenSedimente in völliger Harmonie. Eine sehr vollständige Schieferung, einhöchst feines Korn der Bestandthcilc und Mangel an Geröllen jeder Artscheinen für einen ruhigen, von Stürmen nicht unterbrochenen Fortgangder Absätze zu sprechen; sie können durch ihre Form den unwillkürlichenGedanken nur unterstützen, daß wir in ihnen die ältesten Schlaminbildun-gen der Gewässer unseres Erdballs anzuerkennen haben. Endlich aberstörten gewaltsame Durchbrüche auS der Tiefe und die neu hcrvorquellendcnBlassen krystallinischcr Materien den ruhigen, bisher nie so heftig erregtenSeean; aufgcthürmte Wogen rissen die oberen noch weichen Schichten mitsich fort und führten ihre Bestandthcilc nach entlegenen Fernen, sie mischendund zu einem neuen Ganzen vermengend. Allmälig beruhigten sich dieseStürme, und wie das Wasser in seinen untersten Räumen sich gesetzt hatte,schieb es auch die Materien wieder ab, welche es vormals loöspültc; baldlagen die schwersten Stücke der Durchbruchstrümmcr auf dem Boden,Eonglomerate oder Breccicn (S.-48) bildend; ihnen folgten dieleichteren Sandkörnchen, sich zu Sandsteinen aufhäufend, und spätersenkten sich bann die allcrlcichtcsten erdigen Bestandthcilc, Thon- oderKal klag er absetzcnd. Lang dauerte die Ruhe, welche einer solchenKatastrophe folgte; dafür zeugen die späteren, durch die fortschreitendeVerwitterung aus neuen Materialien bereiteten Schichten; bis ein neuerDurchbruch von unten ihren fortgchendcn Absatz hemmte, und durch Aus-
1) Eine Nichte Berechnung kann beweisen, daß so grüße Zahlen durchaus nicht über-trieben sind. Nehmen wir z. B. die Thätigkcit des Nilcs, welcher 4 Zoll Bodcndicke imJahrhundert prvducirte, als »maßgebend au, so erhalten wir 40 Zoll oder M/, Fuß imJahrtausend. Verdreifachen wir beide Zahlen, so ergeben sich 10 Fuß in 3000 Jahren,also 100 Fnß in 30,000, 1000 Fuß in 300,000, 10,000 Fuß in 3,000,000 Jahre».So stark ist aber, nach früherer Angabe (S. 184), nur die durchschnittliche Mächtigkeitder Ncbergangsformation, keineswegs die Dicke der ganzen sedimentären Erdrinde. —Nebrigcns soll damit nickt gesagt werden, daß jene Zahl irgend ein anderes positives Re-sultat ergebe, als die Numvglichkcit beweisen helfe, das Alter der ganzen Erde »ach Jahr-tausenden bemessen zn wollen: Jahrtausende sind Maaße für historische oder mythischeErinnerungen, in den Zeiträumen der Wcltschvpfung bedeuten sic gar nichts. Wie derWeltraum nur mit Millionen von Meilen durchmeffcn werden kann, so zählt inan imWeltaltcr auch nur naeb Millionen von Jahren Vcrgl. die 22. Note zum 0. Abschnitt.