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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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dehnung belehren. Eine solche Untersuchung hat dargcthan, daß Basalteund Laven zwar umwandelnd auf benachbarte, Kalk-, Thon- und Sand-steine einwirkten; daß namentlich die Kalke in einen veränderten, zum Theilsein kristallinischen Zustand verwandelt, die Thone .mehr oder weniger ge-härtet, schlackig aufgcblähet, ihrer Färbemittel beraubt und mitunter so rothgebrannt wurden, wie künstliche Ziegel; oder daß die Sandkörner an ihrenRändern erweichten, inniger zusammenklcbten und einen Zustand annahmcn,den man gefrittet zu nennen pflegt; aber stets beschränkte sich einesolche Umwandlung nur auf geringe Strecken, welche mit der Mächtigkeitdes glühenden Gesteines in Harmonie stehen; d. h. bei ganzen Lagerngegen 100150 Fuß, bei gangartig aufgcstiegcnen Basalten nur 2550Zoll betragen^). Ucbcrhaupt fand sich bei näherer Untersuchung, daßglühende Materien viel leichter die Entfernung flüchtiger Mischungsantheilcbewirken, als fremde Stoffe ihren Nachbarn mitthcilen; sie scheinen schon des-halb mehr eine formelle, als eine materielle Umwandlung hervorzubringeu.Namentlich ist das Austreiben von Wasser aus den Gesteinen, in Folgedessen eine allgemeine Zusammcnziehung der Masse cintritt, die ihre Härteund Festigkeit vermehrt, eine sehr gewöhnliche Erscheinung. Danebenpflegt eine hellere Farbe, bewirkt durch die Entfernung flüchtiger organischerPigmente, oder eine Art Röstung der Gesteine zu erfolgen. Man hatnamentlich an den schwarzen Thonschicfcrn in der Nähe von vulkanischenoder plutonischen Gängen eine lichtere Färbung wahrgcnommen, weil einTheil ihres bituminösen, kohligen Farbestoffs durch die Hitze versagt wurde;aber nirgends sah man weit verbreitete, der Umwandlung ganzer Lager inkristallinische Formen entsprechende Resultate. Sollte also, auf diese Er-fahrungen sich stützend, die plutonischc Metamorphose des Granits Geltungbehalten wollen, so würde sie schwerlich weiter als aus kurze Distanzen rei-chen können, aber zur Umwandlung mächtiger Gebirgsgcsteine, wie sic inweiten Strecken über ganze Länder ausgedehnt Vorkommen, nicht in An-nahme gebracht werden dürfen. Aus diesem Grunde scheint es auch frag-lich, ob man wirklich die ausgcbildcte Schieferung des Tafel- und Dach-schiefcrS, welche einige Geognosten als sogenannte falsche Schich-

<!>) Wie schwach im Ganze» die Einwirkung selbst glühender vulkanischer Gesteinewenigstens abwärts sich erstreckt, geht daraus hervor, daß am Aetna große Massen Eis untereinem über sie geflossenen Lavastrom fest blieben, obgleich er nur durch eine dünne Lagelockerer Gesteins-Trümmer davon getrennt war. Bronn, Gesch. d. Natur. I. S. 328.