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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Die Uebcrraschung der Beobachter war groß, als sie zu diesem Resultategelaugtcu; denn der Urthonschiefer geht wieder in de» gemeinen Thon-schiefer über, und letzterer ist sicher eine neptunischc, Bcrstcinerungcn um-schließende Schicht. Dadurch wäre also der Uebergang von krystallisirten,angeblich Plutonischen Gesteincir in neptunischc, mechanisch abgesetztc be-wiesen. TaS ist aber nach der ursprünglichen Bildung beider Fclsartenunmöglich; eine Grenze zwischen ihnen muß sein, so will es die Theorieund die Erfahrung. Geht also wirklich der Glimmerschiefer in den Urthon-schicfcr und dieser ohne Unterschied im Fallen seiner Schichten in den neptu-nischen Thonschicfer über, so muß entweder die natürliche Grenze beiderdurch spätere Einflüsse verwischt worden sein, der eine von beiden muß sichals eine Modification des anderen darstcllen lassen; oder beide Gesteinemüssen einen gleichförmigen Ursprung haben und gar nicht so wesentlichverschieden sein, als man glaubt. Nuu wissen wir, daß hohe Hitzgradeerdige Materien erweichen, selbst schmelzen können, und langsame Erkaltungeine Krpstallisation der geschmolzenen Massen bewirkt; cs könnte daher derGlimmerschiefer wohl ein durch Hitze erweichter, langsam wieder erkalteterThonschiefer sein, dessen Bestandtheile durch jenen neuen feurigen Umwand-lungSproceß in Quarz und Glimmer verändert wurden.

Durch diesen hpporhetischen Vorgang hat man neuerdings alle krystal-linischcn Schicscrgcbildc zu erklären gesucht, und sic deshalb mctamor-phis ch c oder m c t a m orphosirteGc st eine genannt.

Eine solche Ansicht darf sicher eine großartige genannt werden; aucherregte sic schon durch ihre Kühnheit anfangs allgemeine Bewunderung, undfand um so eher einen fast ungctheiltcn Beifall. Allein die Bewunderunglegte sich, als die kühnen Ideen alltägliche geworden waren, der Rauschließ nach, und eine ruhigere Prüfung, welche bald bei einem großen Theilc 'der Forscher in Abneigung gegen die neue Lehre und entschiedenen Wider-spruch überging, trat an seine Stelle. Unter diesen Umständen wird csdem gleichzeitigen Geschichtschreiber schwer, die richtige Bütte zwischen denstreitenden Parteien zu halten; er wird sich des Einflusses bedeutender Per-sönlichkeiten, welche für oder wider die Ansicht des Tages ausgetreten sind,nicht erwehren können, und ihrem Urtheilc um so mehr zu folgen geneigtsein, je weniger dasselbe durch eutgcgenstehcndc Erfahrungen eigentlich wi-derlegt, wenn auch oft durch Angriffe verdächtigt worden ist.

Um die Anwendbarkeit der Lehre vom Metamorphismus auf die Be-schaffenheit der krpstallinischen Schiefer darzuthun, muß inan zuerst ihrenfrüheren Zustand angcbcn, und demnächst die Möglichkeit der stattgefunde-