kommen am häufigsten vor; mit ihm steht der SerpentinschiefcrlS. k91) in nächster Verbindung. Als ein Gemisch von grünem odergrauem Talk mit kvhlensanrem Kalk und Quarz tritt in der Schweiz derdort häufige schieferige Flysch und Flysch schiescr auf.
In innige Beziehung treten zu diesen krystallinischen Schiefern derUrth vn schiefer und Ur kalk st ein, obwohl letzterer keine schieferigeStruktur zeigt, sondern nur als fein krystallinischc Substanz in der unmittel-baren Nähe der krystallinischen Schiefer, sogar mit ihnen wechsellagernd,angetroffcn wird. Aus der gleichartigen Form und Lagerung dieser Ge-steine schloß inan auf eine gleiche Ursache für beide, und kam, als inan diekrystallinischen Schiefer vorzugsweise in der Nähe plutonischcr Massen-gesteinc abgelagert fand, zu der Annahme, daß sie ihre Form den letzterenverdanken möchten. Gewöhnlich lagert sich nämlich der Gneiß unmittelbarauf Granit, während im Hangenden des Gneistes andere krystallinischeSchiefer auftretcn, die, je höher hinauf, um so bcstimmtcr ihre krystallinischeStruktur verlieren, mit einzelnen wahren Sedimentschichtcn abwechscln undendlich wohl gar in Thonschiefcr und Kalkstein übergehen. Nicht bloß dieseunmittelbare Nähe des Gneistes neben Granit, sondern auch die Gleich-artigkeit der Bestandthcile beider, die Fortsetzung von Gängen aus deinGranit in den Gneiß, hatten von jeher zu der Ansicht geführt, daß letztererein durch Vorherrschen des Glimmers schieferig gewordener Granit sei,welcher mit ihm auf gleiche Weise entstand, und mehr für eine örtliche Ab-änderung, als für ein selbstständiges Gebilde angesehen werden müsse.Dazu schien auch die gewaltige Ausdehnung des Gneistes in einigen Ge-birgen, z. B. in den Alpen, deren meiste Gipfel mit Ausnahme des grani-tischen Montblanc und Gottharts, von Gneißketten dargestellt werden,eine ganz natürliche Veranlassung zu bieten, und eine Ansicht zu rechtferti-gen, mit welcher der Mangel des Gneistes in anderen Gebirgen, die nichtarm sind an Granit, z. B. dem Harz, sehr wohl sich vereinigen ließ.Denn war der Gneiß nur lokale Modifikation vom Granit, so brauchte ernicht überall vorhanden zu sein, wo Granit sich findet. In ähnlicher Weisewurde der Glimmerschiefer für eine örtliche Abänderung des Gneistesgehalten, welche durch den Mangel des Fcldspathes bedingt sei, die Ursachedieses Mangels aber nicht weiter berücksichtigt. Häufig folgt auch deinGneiß der Glimmerschiefer, wie diesem nicht selten der Nrthonschicfer.Der Uebergang beider in einander ist stellcnweis so sanft und allmälig, daßsich eine scharfe Grenze zwischen ihnen nicht ziehen läßt; woraus folgt, daßsic entschieden gleichförmig und auf dieselbe Weise entstanden sein müssen.