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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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sie nicht selten steil und lotheecht, oder hängen gne nach außen gcwcndctüber in cincr Srcllnng, dic dc», Umstürze nahe kommt, lveiligstenö ihn inAussicht zu stcllcn scheint. Vielfach in ihren Neigungen verwarfen, in ihren» StrcichungSrichtungcn verändert, bieten sie überall iin Gebirge die gewalt-

samsten Zerrüttungen dar, und gehen nicht selten in eine so vollständige Zer-trümmerung über, daß die Einsicht in den wahren Zusammenhang der Ge-birgSbestandthcile außerordentlich erschwert, wenn nicht unmöglich gemachtwird. So viel aber scheint festzustehcn, daß die hohen Gipfel, die weitausgedehnten Kämme, selbst manche Plateauö von platonischen oder vulka-nischen Massen hcrrührcn, woran dic emporgehobcncn, mit einzelnen Punktensogar noch höher-') aufgerichteten neptunischen Schichten, wie untergeordnete,parallele Ncbenkämmc, sich anschließen ; ihre abgerissenen offmen Schich-tungSköpfc jenen krpstallinischen Centre» zuwcndend, während ihre geneigtenFlächen sanfter gegen die umherliegende Ebene abfallen. Durch tiefe, beimEmporhebcn entstandene Querspalten sind dic Ncbenkämmc aufö Neue zer-rissen und selbst in ihren untersten Lagen bis auf den Grund hinab dem for-schenden Auge des Beobachters bloß gelegt. Oben weiter klaffend alsunten, bilden die Qucrspalten offene Pforten, wodurch das an den Kämmenund Gipfeln niedergeschlagene Wasser seinen Weg nimmt, die Trünnner-^ inaffen der Hochlande mit sich führt, und dic Spalten in der Tiefe ausfüllt,

bis sic mehr verflacht und mit den Vcrwitterungsprodukten ihrer eignenFelswände bedeckt, zu Qucrthälcrn sich gestalten. Schmale, wenn auchreißende Gießbächc verfolgen fortan in ihnen ihren Lauf, und erreichen durchsie das große, der Strcichungslinie des Gebirges parallele Längenthal,welches dic vielen gleichartigen Genossen, zum breiteren Flußbette vereint,

!!) Fälle beider Art kommen so häufig vor, daß kaum einer von ihnen als Regel, ver-ändere als Ausnahme angcsprvchen werde» darf. Im Harzgcbirgc sind die höchstenPunkte, der Brocken mit seinen Umgebungen und dcr Ramberg, allerdings Granit-knppen (platonisches Gestein); im Riesengcbirgc ist zwar der Kern plutvnisch, abcrdic höchste Spitze desselben, dic Schncekoppc, besteht aus kristallinischen Schiefern(metamorphischcm Gestein), Anders verhalten sich die Hauptalpen; nur der Montblancund St, Gotthart sind platonisch,-die Gipfel des Berner Oberlandes metamorphisch,I» der Andeskette bilden zum Thell rauchende Vulkane die höchste» Punkte der Cordillcrcvon Quito, während nahe ebenso hohe Gipfel derselben Bergkette (vcrgl, Note 8S.12N), dic Nevada de Sorata und der Jllimani, aus Grauwackenschiefern bestehen,» welche durch eingeschlosscne Trümmer zu beweisen scheinen, daß sic von platonischem Syenit

und Porphyr emporgehobcn wurden. Es wird also in jeden, Falle von besonderen Um-ständen abhängcn, ob die aufrichtendcn pyrorcncn Substanzen, odcr die aufgcrichtctcn sedi-mentären Schichten die größte Höhe des Gebirges erreiche»,

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