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in die Ebene hinableitet. Auch die Längenthäler sind Spalten, in ähn-licher Weise mit Geröll und Schutt aller Art angefüllt und bis zu einer ge-wissen Höhe geebnet; aber sie durchsetzen nicht einzelne Schichten gegen ihreStreichungsrichtung, sondern sie laufen ihnen parallel, sie bezeichnen die »
Lücken oder Einsenkungen zwischen den einporgehobenen Massen, und folgendein Streichen deS ganzen Gebirges, weil sie ursprünglich von den Spaltenherrühren, wodurch die Plutonischen Stoffe aus der Tiefe einporstiegen. Ge-wöhnlich in ihnen, oft aber auch in den Querthälern, sammelt sieh an ge-wissen Stellen das Wasser zu Seen an, wenn gerade eine sehr weite Lückeseinem Laufe begegnet und weder die Berwitterungsprodukte, noch die Ge-rölle hinreichen, sie zu füllen. Die bedeutende Tiefe solcher Gebirgsseen er-klärt sich von selbst auS ihrem Ursprünge; eS sind weit abwärts klaffendeoffene Brüche zwischen den emporgehobenen Substanzen, die anfangs selbstzu unergründlicher Tiefe hinabreichen konnten, bis ihre untersten Fugen vonden angesammelten Sedimenten verschlossen wurden. — In wenigen, allge-meinen Zügen haben wir dies Bild der Gebirge zu entwerfen gesucht, dermannigfachen lokalen Unterschiede aber nicht weiter gedenken mögen.Gleichmäßig auf die größten, wie aus die kleinsten, auf die Alpen wieKordilleren passend, zeigt sich freilich bei näherer Betrachtung eine fastüberall wiederkehrende Abweichung, die aber ihrer Allgemeinheit wegen ^
nicht Zufall, sondern Regel zu sein scheint. Fast alle größeren Gebirgehaben einen ungleichen Abfall nach beiden Seiten; einen ungemein steilen,stellenweis sogar senkrechten, und einen sanfter geneigten, terrassenartig indie Ebene übergehenden. Dort stehen ihre Schichten im Loth, oder hängenüber, und breiten sich fächerförmig an ihren Gipfeln aus; hier liegen sieunter spitzeren Winkeln in mehr gleichförmiger, einander paralleler Neigung.
Die Erklärung so sonderbarer Phänomene hat nicht lange auf sich wartenlassen, nachdem die Erhebung der Gebirge aus Spalten erkannt war; siehat nachgewiesen, daß an der Seite deS steilen Abfalles die Schichten viel-leicht weniger emporgehöben als verdrückt wurden, mit ihrer Sohle ein-sanken, und indem sie ans diese Weise gleichsam festgeklemmt waren, unterdem Druck der empordrängenden Plutonischen Stoffe an ihren freien Rän-dern nach außen sich überbogen; während an der Seite des geneigterenAbhanges nicht bloß eine Hauptspalte, sondern mehrere unter sich paralleleSpalten entstanden, aus denen die hebenden Stoffe mit geringeren Störun-gen zu Tage hervortraten, oder, wenn sie nicht sichtbar sind, was häufigder Fall ist, keine wirklichen Spalten an dieser Seite sich öffneten, sondernnur Hebungen entstanden, wobei die aufgelagerten sedimentären Schichten