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mies verschiedenen Alters der Gebirgszüge ausginge», wohl bald, daß dieRichtung ihres Streichens allein darauf einen bestinunendcn Einfluß nichthaben könne, und daß andere Thatsachen ermittelt werden müßten, das rela-tive Alter der einzelnen Systeme festzustellen. Und da war es dem glücklichenGenius des französischen Geognosten E liedeB e a u m o n t Vorbehalten,den Gedanken zuerst auszusprechen, dessen Verfolgung für die Bestimmungder Reihe, in welcher die einzelnen Gebirgszüge sich nach einander gehobenhaben, so wichtig geworden ist, und der wie alle großartigen Wahrheiten,wie die Lehre von den Erhebungen selbst, so nahe liegt, wenn man weiß,worauf es bei Ergründung der Phänomene ankommt. Von der Thatsacheausgehend, daß die geschichteten Niederschläge des Wassers in unabänder-licher Reihe auf einander folgen, aber stellenwcis von unten her durch vul-kanische Eruptionen zerbrochen und gehoben sind, versteht es sich wohl vonselbst, daß nur solche Schichten gehoben werden konnten, die bereits da wa-ren, als der sic hebende Durchbruch erfolgte, diejenigen aber horizontal ab-gelagert angetroffcn werden müssen, welche erst nach dem Durchbruch sichwieder absctztcn. Dieser einfache naturgemäße Gedanke wurde von Eliede Beaumont mit großem Erfolg auf die wirklichen Verhältnisse der Ge-birge angewcndct, und sehr bald in seinem größten Umfang als richtig er-kannt. Es ergab sich, daß wahrhaft horizontale Schichten innerhalb derGebirgszüge entweder gar nicht, ober nur höchst selten in kleinen Erstreckun-gen als vielleicht abgerissene Bruchstücke und spätere Auflagerungen Vorkom-men, sondern vorzugsweise die Eigenheiten großer ausgedehnter Ebenen sind.In ihnen findet durchaus nie anders eine Störung dieser regelrechten Ge-setzmäßigkeit statt, als wenn isolirte Durchbrüche von vulkanischen Kegelnauch die Ebene stcllenweis zertrümmert haben. Nähert man sich dagegenden Gebirgszügen, so beginnen die Schichten aus ihrer horizontalen Lagesich in die geneigte zu versetzen und nach und nach um so mehr aufzusteigcn,je mehr sie an das hohe Gebirgsplateau ober den Kamm des Gebirges hin-anreichcn. In solcher Umgebung, unmittelbar an die massigen ungeschich-teten plutonischen oder vulkanischen?) Gesteine sich anschließend, stehen
2) Man hat neuerdings diejenigen krystallinischcn auf feurigem Wege gebildeten Ge-steine plutenischc genannt, welche nicht an noch jetzt thätigcn Vulkanen als Bestand-theile angetroffcn werden, sondern, wie Granit, Syenit, Diorit, Gabbro, Pyrorcuc undPorphyre, bloß als Maffcngcsteinc ganzer Gebirgszüge bekannt sind; vulkanische da-gegen die Basalte, Trachyte, Dolerite, Phonolithe, Obsidiane, Bimssteine und alle Laven,welche Vulkane bilden oder von ihnen ausgcworfcn werden.