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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Nordwest nach Südvst, und ihm reihen sich in gleicher Richtung das R i c -sengebirge, die Sudeten und Karpathen au, mit welchen derTeutoburger Wald, der Thüringer Wald und der BöhmerWald in ziemlich gleicher Neigung gegen die Himmelsstriche parallellaufen. Als einen dritten Hauptzug betrachtete er die Richtung von Nor-den nach Süden, die wieder zwei Parallclkcttcn bildet, welche der Rheintheils trennt, theils durchbricht; auf der einen Seite streichen die Bogrsen,der Hundsrück, TaunUS und der Bogclöberg, auf der anderender Schwarzwald, Odenwald, Spessart und die Rhön;beide an ihren oberen Enden in basaltische Kegel ausgehend, wie bereitsfrüher (S. 117) gezeigt wurde, und mit ihnen die Richtung von Nord-west nach Südost zwischen dem Teutoburger und Thüringer Waldedurchbrechend. Endlich die vierte Richtung von Südwcst nach Nordost istweniger deutlich ausgesprochen; sic wird durch die Ardennen, Eifel,das Sicbengcbirgc und Rheinische Schiefere,ebirge darge-stellt. Mit ihnen parallel zieht im Innern Deutschlands dao Erzge-birge und Fichtelgebirge, wie jenseits Böhmens das M ä h r i s ch eGebirge und die Karpathen. Vergleicht man mit diesen Richtungendie Streichungslinien der übrigen Gebirge Europas, so findet mau aller-dings eine ganz überraschende Gleichförmigkeit zwischen ihnen und den ge-nannten ; denn die P y renä c n, Apcnninen, die Bosnische Berg-kette, die Bcrgzügc Griechenlands und der K a u k a su s folgen demZuge des Harzes, Riesengcbirgcs und der K a rpathen; die Berg-recht» Engl a n ds, Skandinaviens, FinnIands, deö s ü dlichenFrankreichs, Korsikas, Sardiniens haben die Richtung der V o -gesen und des Schwarzwaldes; die Balkankcttc folgt der A>-penkettc und dem A t l a s. Allein wie interessant diese Beobachtungenauch sein mögen, und wie sehr sic die Ansicht, daß alle Gebirge aus Spal-ten hervortraten, auch unterstützen, immer würde cs eine rein hypothetischeAnnahme sein, gleichartig streichende Gebirgszüge für gleich alte zu halten.Es liegen die vier angenommenen Hauptrichtungen, wenn man dabei dasMehr oder Minder ihrer Neigung gegen die vier Himmelsgegenden nicht sogenau berücksichtigt, zu sehr in der Zahl der möglichen Richtungen über-haupt begründet, als daß man sich über die Uebercinstiminung aller Haupt-gebirgözügc mit der einen oder der andern jener vier Richtungen wundernkönnte; denn eigentlich sind ja keine andern möglich, als die rechtwinkeligenoder schiefwinkligen Verbindungslinien der Himmelsgegenden. Eine solcheBetrachtung überzeugte auch diejenigen Forscher, welche von der Annahme

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