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der wichtigsten, und ihre Beantwortung eins der schwierigsten Probleme dertheoretischen Geologie. — War sic etwa als Gas im GaSraume-des Erd-körpcrS enthalten? — Schwerlich, denn bei Einwirkung eben nicht sehr-hoher Hitzgrade trennt sich ihre Verbindung, die Kohlensäure entweicht unddie Kalkcrdc bleibt zurück; nur wenn ein heftiger Druck die Entweichungder Kohlensäure hindert, schmilzt der kohlcnsaure Kalk, wie die Silicate, undnimmt ein krystallinisch körniges Gefüge an. Aber bei Weitem die meistenund namentlich alle jüngeren Kalksteine sind nicht krystallisirt, sondern fein-erdig abgesondert, wenn auch sehr fest und zähe gefügt; sie entstanden alsoweder durch einen wässerigen Krystallisationsproceß, noch durch PlutonischeMasscnbildung, sondern auf eine andere, wahrscheinlich secundärc Weise,aus großartigen Zerstörungen älterer krystallinischcr Rindcnbcstandtheilc un-seres Erdkörpcrö. Gesetzt nämlich, der heiße Dunstmantcl und das ausihm nicdcrgcfallcnc Urmccr umgaben die krystallinischcn Silicate, so wirktensic auch zersetzend auf dieselben ein; sei es, daß ihre hohe Temperatur denVerwittcrungsproccß begünstigte, oder die in beiden enthaltene, viel größereQuantität von Kohlensäure die auflöscnde Eigenschaft des Wassersunterstützte. Dadurch zerstörte cs nicht bloß die Oberfläche der Gesteine,sondern cs drang auch in alle Fugen, Klüfte oder Spalten bis zu beträcht-lichen Tiefen mit derselben auflöscnden Wirkung hinab; die Silicate wur-den vielseitig angegriffen, ihre auslöslichcn Bcstandtheile wurden vomWasser chemisch ausgenommen und die unauflöslichen als erdiger Schlammmechanisch mit fortgcführt. Nun sind diese Bcstandtheile, ihrer Hauptsachenach: Kieselsäure, Thoncrdc, Alkalien und Kalkerd e. DieKieselerde ist thcilwciS auflöslich, wenigstens die aus-ihrer chemischen Ver-bindung hcrauSgctricbcnc; theilweis erhielt sie sich unverändert, wenn sicals reiner Quarz vorhanden war; — die Thonerdc ist unauflöslich, sicblieb also mechanisch suspendirt im Wasser und bildete mit den zertrüm-merten Quarzkörnern einen schlammigen Bodensatz; — die Kalkcrdc endlichund die Alkalien, jene dem Labrador, Augit und der Hornblendeentzogen, diese vom Orthoklas und Albit svergl. Note 13) abstam-mend, gingen mit der vorräthigcn Kohlensäure neue chemische Verbindungenein, und wurden als kohlcnsaure Salze aufgelöst: die Alkalisalze, weil sieleicht löslich sind; der kohlcnsaure Kalk, weil die in großem Ucberschußvorhandene Kohlensäure auch ihn auflöslich machte. Damit war dennder kohlensaure Kalk zwar vorhanden, aber er war noch nicht abge-setzt; er war nur in Auflösung vorräthig, und mußte in ihr so lange ver-bleiben, wie die Mutterlauge vorhanden war; denn an eine Abscheidung