Druckschrift 
Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
Seite
152
Einzelbild herunterladen
 

132

dcrS sind mancherlei fremde Stoffe, die zu jener Zeit iin Silicatcnmantelzugleich mit entstanden, eingebettet, z. B. Magnetciscn, Granat,Turmalin und Smaragd; während in den granitartigcn MassenGranat, Epidot, Tu r mal! n, Topas, Korund, Zirko n u. s. w.enthalten zu sein pflegen; alle schöner krystallisirt, als die Grundmasse,welche sie umschließt, und meistens in vollständigen Krystallcn räumlich ab-gesondert. Auch sie sind größtentheils Silicate, in denen die seltener ver-kommenden Erden, die Zirkon-, Beryll-oder Glycin-Erde, ihre geringenQuantitäten abgelagert haben.

Was unter dem Granit liegt, hat die Erfahrung bis jetzt noch nichtsicher ermittelt; wir können also nur Muthmaßungen äußern und annch-mcn, daß es die an Mctallorydcn reicheren und deshalb schwereren Silicatesein werden, welche wir stcllcnwciö auf der Oberfläche der Erde unter Ver-hältnissen gegenwärtig antreffcn, die es wahrscheinlich machen, daß sie ausjäher Tiefe cmporgcsticgcn seien. Es sind das die Augit oder Pyrore nund Olivin enthaltenden schwarzen Basalte, Mclaphyrc und L a -v c n. Der Augit hat dieselben Bestandthcilc wie die Hornblende, aberstatt drcisachkiesclsaurcr nur doppcltkicselsaure Kalkcrde, und besonders eineandere Krystallisation; der Olivin ist einfach kiesclsaure Talkcrdc mitkicsclsaurcm Eisenorydul, ohne Kalkerde. Beide Stoffe zeigen eine schwarze,der letztere mehr eine schwärzlich-grüne Farbe und kommen in den erwähntenGesteinen gern mit wasserhaltigen Silicaten (Zeolithen^) verbundenvor, was einen cigenthümlichcn Bildungsproceß derselben andeutct. Diegeringere räumliche Absonderung der einzelnen Bestandthcilc giebt übrigensden Augitgestcinen eine hoinogenc, graue oder schwarze Farbe; Eigen-schaften, welche das abweichende Ansehen bedingen und einen schärferenUnterschied von dem großkörnigcn Granit, Syenit und Diorit, obwohl diechemische Beschaffenheit nicht immer so grell verschieden zu sein Pflegt, wiedie äußere Betrachtung glauben macht. Denn alle sind wenigstens aufdieselbe Weise gebildet, d. h. Gemische von kicsclsauren Doppelsalzcn, indenen ein Bcstandtheil, die kieselsaure Thoncrdc, nie fehlt, während derandere zwischen verschiedenen Alkali-, Erden- und Mctallorydsilicaten hinund her schwankt, ja oft aus mehreren zugleich bestehen kann'8).

17) Man vcrgl. Seite 1,8 die Note 8.

18) Ncbcr den Ursprung dieser Verschiedenheiten hat sich E. Mitscherlich in einemneuen Werke folgendermaßen sehr bündig ausgcdrückt:Besteht eine geschmolzene Masse,

V