Massen in räumlicher Absonderung; im Gnciß sind die einzelnen Bestand-theile auf kleinere Räume beschränkt, der Glimmer waltet vor, und giebtdein Ganzen durch seiu blätteriges Gefüge eiu schieferiges Ansehn. DerQuarz ist farblos; der Feldspath pflegt weiß oder fleischroth gefärbt zuseiu, und am meisten in der Mischung des Granitö zu überwiegen; derGlimmer hat eine gelblich-braune Farbe und auf seinen TheilungSflächeneinen sehr lebhaften Glanz; beide letzteren bestehen aus kieselsaurer Thon-erdc und aus kicselsaurem Kali, aber der Glimmer enthält viermal sovielThonerde und ein Drittel mehr Kieselerde als der FeldspathEin an-deres Gemisch, welches neben dein Granit oder statt seiner aufzutrctenpflegt, ist der Syenit, bestehend aus Feldspath und Hornblende, Heilsallein, Heils noch mit Quarz und Glimmer verbunden. Die Horn-blende (Amphibol), an ihrer schwarzen Farbe leicht kenntlich, ist ein Dop-pclsilicat, das aus dreifach kieselsaurer Kalkerde'«) mit doppelt kieselsaurerTalkerde entstand, und ihre schwarze Farbe beträchtlichen Antheilen vonEisenorydul verdankt. Sie findet sich außerdem noch im G r ü nstei n oderDiorit, aber nicht mit gewöhnlichem Feldspath, sondern mit dem rein-weißen, natronhaltigen Albit verbrinden. Auch dies Gestein tritt nebenGranit oder Syenit aus, hat aber gewöhnlich eiu kleiner körniges Gefüge,und ist nie so massenhaft, wie jene beiden. Dagegen zeigen sich als Be-gleiter des Gncißes noch andere schieferige Gesteine, wie der Glimmer-schiefer, ein inniges Gemisch von feinem Quarz und Glimmcrblättern;oder der Chloritschiefer, welcher aus kieselsaurer Thonerdc mit kiesel-saurer Talkcrde zusammengesetzt ist, und seine bräunliche, röthliche odergrünliche Farbe dein bcigemischten Eisenorydul, wie sein etwas fettiges Air-fühlen der Talkerde verdankt. Der Wassergehalt desselben ist für ein Ge-stein aus dieser Periode besonders merkwürdig, und hat zu sehr verschiede-nen Ansichten über seinen Ursprung Veranlassung gegeben. In ihn beson-
13) Neben dem eigentlichen Feldspath unterscheiden die Mineraloge» noch eine bcdcu-tcnde Anzahl oon ähnlichen Mineralien, die alle kiesclsaurc Doppelsalze sind, d. h. anskieselsaurer Thoncrde einerseits und aus einem kicsclsauren Alkali oder Kalke andererseitsbestehe». Geologisch wichtig sind davon der eigentliche Feldspath (auch Ortho-klas oder Adular genannt), welcher neben kieselsaurer Thoncrde kicsclsaureS Kali ent-hält; dcrAlbit, dessen zweiter Bestandthcil kicsclsanres Natron ist; »nd der Labra-dor, worin sich kiesclsaurc Kalkerdc mit der kicsclsauren Thoncrde verbunden hat.
16) Die Ausdrücke: einfach-, doppelt-, dreifach-kieselsauer u. s. w.bedeute», daß die Kieselerde eines gewissen Silicates eben so viel, doppelt so viel oder drei-mal so viel u. s. w. Sauerstoff enthält, wie der andere Bestandthcil oder die Basis.