übersichtlich zusammen, ehe wir neue Untersuchungen beginnen, und sprechenin Folge der früheren nachstehende allgemeine Gesetze aus.
1. Der Erdball besteht aus seiner festen Oberfläche aus zweierlei Artenvon Bestandtheilen; die einen, welche geschichtet sind, in unabänderlicherReihe aufeinander folgen und Versteinerungen enthalten, sind Niederschlägeauö dein Wasser; die anderen von krystallinischem oder derbem Gefüge,stets ohne konstante Reihenfolge und ohne Versteinerungen, befanden sichursprünglich in einem feurig-flüssigen Zustande.
2. Alle Gebilde der letzteren Art sind von unten emporgehoben, undlagen anfangs als feuriger Fluß, der erst später erkaltete, unter den ge-schichteten.
3. Unter ihnen finden sich noch jetzt geschmolzene Massen von ähn-licher Beschaffenheit.
4. Der Kern der Erde, und überhaupt das Innere in ihrer Tiefe, istmetallisch, wahrscheinlich sehr stark eisenhaltig.
5. Auch diese metallischen Bestandtheile scheinen im geschmolzenen,vielleicht selbst an einzelnen Stellen im gasförmigen Zustande sich zu be-finden.
Von den fünf hier aufgestellten Annahmen ist keine eine bloß hypo-thetische, die erste vielmehr ein reiner Erfahrungösatz, der lediglich aufBeobachtungen beruht. Läßt sich dies auch nicht von den vier anderenbehaupten, so lassen siech doch die Erfahrungen nicht zurückweisen, auö denenwir die in ihnen ausgesprochenen Ansichten folgerten, und da in ihrerSchlußfolge keine Uebereilung, kein vorschneller Ausspruch enthalten ist, sodürfen sie in Berücksichtigung dessen, daß ihnen eine Begründung durchunmittelbare Beobachtung nicht gegeben werden kann, wohl ebenfalls fürThatsachen gelten. Wir benutzen sie als solche, um aus ihnen unsereTheorie der Erdbildung abzuleiten.