Alle diese Thecksachen lassen nur die eine Erklärung zu, daß jene gang-haltigen GelnrgSgesteinc geraume Zeit nach ihrer Bildung durch neue Kräftevon unten her zerrissen wurden, daß in diese Lücken Materien in flüssigeroder gasförmiger Gestalt hineindrangcn und hier kristallinisch oder derb sichal'sctztcn, je nachdem der Ausscheidungsproeeß langsam oder schnell, ohneoder mit Störungen von außen verbunden vor sich ging. Dabei verstehtes sich von selbst, daß Stoffe, welche von untenher in Lücken anderer eingc-drungcn sind, unter ihnen liegen müssen; weshalb cs bloß einer sorgfältigenBetrachtung der metallischen Ablagcrungsortc in der Erdrinde bedarf, umzu der Ucbcrzcugung zu gelangen, daß auch diese Metalle vormals unterden Stoffen lagen, in deren Spalten und Rissen oder Lücken sic nunmehrenthalten sind. Auf einem ganz andern, von dem frühem völlig verschie-denen Wege sind wir also wieder zu demselben Resultat gelangt und habendie unter der erforschten Erdrinde gelagerten Schichten als metallische Stoffeerkannt, welche sich wahrscheinlich noch jetzt in einein feurigen Flusse befin-den mögen.
Zugleich zeigt uns die nähere Untersuchung deS Inhaltes der Gänge,daß der metallische Erdkern keineswegs bloß aus Eisen bestehen könne,denn nicht nur Eisen, auch alle anderen Metalle, werden in ihnen und inden verschiedensten Verbindungen angetroffcn. Alle unsere edlen Metallehaben wir aus solchen Gängen, und diejenigen, welche wir nicht daherhaben, welche wie das Gold im Sande der Flüsse gefunden werden, stam-men doch ohne Zweifel aus Gängen her, und sind von dem im Gangeemporsteigenden Wassern bloß mechanisch mit fortgcführt, oder durch Ver-witterung deS Muttcrgestcinö über die Oberfläche zerstreut worden.
Wir fassen jetzt, zu so bedeutungsvollen Resultaten gelangt, dieselben
Lurch Absatz aus Gewässern, welche reu oben her in die Spalten cingcdrungcn seien.G. Bischof sucht jetzt die Richtigkeit dieser Ansicht insoweit darznthu», als er de» wässe-rigen Ursprung der Erz- und Quarzgänge für durchaus nöthig erklärt, und bloßden Gängen, die mit plutonischcn und vulkanischen Massen erfüllt sind, eine feurig-flüssigeAusfüllung gestattet (Leonhard's und Brvnn's neues Jahrbuch -e, 1844. S, 2S7),Jndcß räumt er ein, daß die Ausfüllungsmaffc auch auf nassem Wege thcils durch heißeDämpfe, thcils durch Infiltration des Wassers von unten heraus geführt oder aus denMuttcrgcstciucn des Ganges ausgclaugt sei. Die Metalle erlitten dabei große Verände-rungen und wurden aus kohlcnsaurcn, schwcfclsaurcn und ankeren im Wasser löslichenVerbindungen thcils niedergeschlagen, thcils als solche abgeschieden und durch Entfernungder Säuren oder des Sauerstoffs in Orybc oder Schwcfclmctallc umgesctzt. Vcrgl, dessenChemische Geologie, I. u, II, Bonn 1847—1833,