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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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zweifelt werden kann, so müssen die Schichten der Erde unter der Rinde,welche wir kennen, eine beträchtlich größere Schwere besitzen, da sie mit ihrvereint als Masse abgewogen emZo bedeutendes spezifisches Gewicht desErdganzcn ergeben. Diese Betrachtungsreihc ist eine unzwcifclbarc, durch-aus in der Natur der beobachteten Thatsachen ^°) begründete, und führt unsunmittelbar zu dem neuen, wichtigen Resultate, daß Metalle im Innern derErde an Masse zunehmcn müssen, weil sie die einzigen Materien sind, welchean Schwere die Bcstandthcilc der Erdrinde bedeutend übcrtreffcn. Einesolche Behauptung ist in jeder Beziehung zulässig und gerechtfertigt; ge-wagter aber würde die Angabe sein, wie und in welchem Zustande sich dieMetalle hier finden, und welches von den verschiedenen Metallen das vor-herrschende sei. Beide Fragen lassen sich nur mit Wahrscheinlichkeiten, odergeradezu mit Muthmaßungcn beantworten, daher cs nicht viel auömachenkann, wenn wir solche Antworten zu geben suchen, oder sic ganz übergehen.Doch ist es vielleicht manchem Leser nicht uninteressant, auch bloße Muth-maßungcn zu hören, weshalb wir der Hypothese beitrctcn, welche im Innernder Erde große Quantitäten von Eisen annimmt. Wir stützen diese Be-hauptung besonders daraus, daß Eisen von allen Metallen auch am häufig-sten in der Rinde sich befindet, daß alle Vulkanlaven Eisen enthalten, undmanche von ihnen in hinreichender Menge, um selbst auf den Magnet wir-ken zu können. Auch die Avrolithen oder Meteorsteine, welchevon Zeit zu Zeit auf unfern Planeten herabfallcn, und bei näherer Unter-suchung, wenigstens häufig^), fast ganz aus Eisen bestehen, können dieserAnsicht als Stütze dienen; da mau sic jetzt ziemlich allgemein für cigcn-thümlichc, im Weltraum entstandene Gebilde zu halten geneigt ist, welcheauf ihren Bahnen um einen Centralkörper, der von den meisten Astronomen

10) Dic Methode, wie man zu de» angeführten Thatsachen gelangt, kann hier nichtweiter verfolgt werden, da ihr Verständnis! genaue physikalische und mathematische Kennt-nisse voraussctzt. Diejenigen Leser, welche sich beider im genügende» Umfange erfreuen,um den darauf beruhenden Untersuchungen folgen zu können, verweise ich noch aufE. Schmidt's Lehrbuch der mathematischen Geographie. 1. 387. § 418. und besondersII. 409487. §. 337332.

1t) Man unterscheidet den chemischen Bestanbtheilcn nach zwei Arten von Meteor-steine»; dic eine viel häufigere Art besteht vorzugsweise aus Eise» (7096 Proc.) undNickel, dic andere seltenere ist ein Gemenge von krystallinischcn Silikaten ohne Eisen,worunter Augit, Labrador, Rlbit und Hornblende dic Hauptmasse bilden. Vcrgl. Ber -zclius in Leouhard's und Br,vnn's neuem Jahrb. 1836. S. 399. und Ram-mclsberg, Wörtcrb. der chcm. Mineral. I. 422. und I. Suppl. 98. Jene nennt manjetzt lieber Mctcoreisen und nur diese »och Meteorsteine.