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Man hat nämlich, von demselben Interesse geleitet, welches nnö an-spornt, dic frühere Geschichte des Erdkörpers auö seinen gegenwärtigenErscheinungen zu erklären, auch manchorlci Ansichten über dic innerste Be-schaffenheit, über den Kern der Erde aufgestellt, und ihn bald für h o h lerklärt, bald mit einem gasförmigen Stoffe als erfüllt betrachtet.Tiefe letztere Ansicht könnte sogar mit einiger Wahrscheinlichkeit auS derschnellen, in geometrischer Progression steigenden Wärmezunahme nach innengefolgert werden; allein der Druck, den dic peripherischen Massen auf diecentralen auSübcn, und von jeher auSgcübt haben müssen, scheint ihre An-nahme zu verbieten. — So unsicheren Muthinasiungcn wollen wir indeskeine weitere Folge geben, sondern lieber auf Thatsachen Hinweisen, dicder unmittelbaren Beobachtung zugänglich und durch sic bereits ermitteltworden sind. Solcher Art ist dic Lehre von der Dichtigkeit der Erde,welche unö den Erdkörpcr mit allen seinen Bestandtheilcn wiegen läßt, unddarnach ihm dic mehr als fünfmalige Schwere einer eben sogroßenWasserkugcl beilegt. Man nennt das Gcwichtsverhältniß, welches aufVergleichung der Schwere eines anderen Körpers mit der Schwere einereben so großen Wassermassc beruht, bekanntlich sein spezifisches Ge-wicht, und findet dasselbe für die Erbmasse als Ganzes genau 3,44 malschwerer 0) als daS dcS Wassers allein. Dieses Resultat ist höchst über-raschend, weil wir aus den spezifischen Gewichten aller festen Rindenbestand-thcile dcö Erdkörpcrs höchstens ein Mittelgewicht von 2,78 erhalten. Danun das Mcerwasscr noch einen sehr großen Antheil an der Rinde hat, mit-hin durchaus iu Anschlag gebracht werden muß, wenn es sich um daS spe-zifische Gewicht der ganzen Rinde handelt, so würde nach Berücksichtigungseines Anthcils das Gewicht der Rinde nur zu 1,52 angenommen werdenkönnen. Bestände also dic Erde in der Tiefe auö denselben Materien,welche ihre Rinde bilden, so könnte auch ihr spezifisches Gewicht im Ganzennicht größer sein, als das der Rinde; cs müßte vielmehr noch geringer aus-fallen, weil daS Wasser keineswegs bloß auf der Oberfläche steht, sondernüberall bis in beträchtliche Tiefen, ja, wie früher wahrscheinlich gemachtwurde, selbst bis zu den vulkanischen Herden hinabdringt. Ist also daSspezifische Gewicht der Erde wirklich 5,44, woran nach den ziemlich über-einstimmenden Untersuchungen der Astronomen und Physiker nicht gut ge-
!>) Dic jetzige Angabe statt der frühere», auf 4,93 bestimmten, ist aus den genauenUntersuchungen von F. Reich gezogen; vcrgl. dessen Schrift: Versuche über dic mittlereDichtigkeit der Erde mittelst der Drchwagc. Frcibcrg 1838. 8.
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