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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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tmd sie uns auch erscheinen mag, ist in der That gering gegen den Halb-messer unserer Erdkugel von 859 Vio Meilen; sie würde uns, wenn wir sicals den muthmaßlichcn Durchmesser der festen Rinde annchmen wollten,doch einen Kern von I LOmal größerem Durchmesser ergeben, mithin kaumtiefer in die Erbmasse hinein sich erstrecken, wie am Apfel etwa die leder-artige Rinde sich verbreitet, welche wir behufs des Genusses von der ganzenFrucht abschälen.

Der Annahme eines stetigen Fortschrittes der Temperatur gegen denMittelpunkt der Erde in derselben Weise, wie wir ihn bei geringen Tiefennahe der Oberfläche entschieden wahrnchmen, kann aber kein in der Naturunseres Erdkörpcrs, so weit wir ihn kennen, begründeter Einwurf entgegen-gesetzt werden; vielmehr dürfte sich dazu aus den beobachteten Thatsachcneine hinreichende Veranlassung ergeben, und somit die vorgetragene Schluß-folge als eine gerechtfertigte erscheinen.

Dieses wichtige Resultat gicbt uns, in Verbindung mit der fast allge-meinen Verbreitung thätigcr Vulkane an den Rändern der großen Contincn-talmassen, gleichwie das Vorhandensein vulkanischer EruptionSstoffc oberKcgclbcrge in der Nähe vieler, wenn nicht aller, größeren GcbirgSsystcmc,ein bedeutungsvolles Mittel an die Hand, von den früheren Zuständenunseres ErdkörperS eine Vorstellung zu gewinucn; cs läßt zunächst der An-nahme völlige Berechtigung, daß jene beiden Erscheinungen in einem inni-gen Zusammenhänge stehen, daß in bedeutenden Tiefen geschmolzene Ma-terien überall im Erdkörper vorhanden sein werden, und daß diese geschmol-zenen innersten Bcstandthcile der Erde, von sich entwickelnden Dämpfen undgroßen Druckkräften anderer Art getrieben, nach oben durchbrachen, wo sieden geringsten Widerstand gesunden haben.

Ehe wir aus einer so bedeutungsvollen und allein Anschein nach ent-schiedenen Thatsache von der Beschaffenheit des Erdkörpers in Tiefen, biszu denen wir nicht mehr Vordringen können, Schlüsse über die frühere Be-schaffenheit desselben und seine ersten jugendlichen Zustände hcrleiten,scheint cs passend zu sein, von den Schichten unter jenen geschmolzenenMaterien und ihrer wahrschcinlichcnQualität einige Ansichten zu entwickeln,die auf ähnlichen Grundlagen beruhen, wie die Behauptung eines feurig-flüssigen Stratums unter der festen Rinde.

zu dürfen, daß schon in einer Tiefe oon 3 Meilen die Schmelzhitzc des Granits herrsche,wenn letztere, wie Versuche ihm lehrten, auf t300 Ccls. (1040 Rcanm.) gesetzt wird.