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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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wärmer sein sollen, als die sie umgebenden Gesteine; sie bedarf indes; einererneuten Untersuchung, um für allgemeine Thatsache gelten zu können, sowillkommen sic auch, bei der bekannten größeren Wärmelcitungsfähigkeit derMetalle, Denen sein mag, die eine Centralgluth aus dieser Wärmczunahmcnach innen herlciten.

Die Nothwcndigkcit einer solchen Annahme versteht sich wohl vonselbst, wenn das auf den Beobachtungen der Erdrinde bis zu einer Tiefevon nahe an 2000 Fuß beruhende Gesetz einer stetigen Wärmczunahmc nachunten ein allgemeines ist, und auch für größere Tiefen in ähnlicherWeise gilt. Denn nehmen wir bei einer Tiefe von 40 Fuß 8" Reaum. alsmittlere Bodcntempcratur unserer Gegenden an, und lassen von da dieWärme mit je 110 Fuß um 1° wachsen, so erhalten wir schon bei 9000Fuß Tiefe die Siedhitzc des Wassers. Hierbei ist nun bloß eine gleich-mäßige arithmetische Zunahme vorausgesetzt, die nicht einmal wahrschein-lich. ist, wenn die innere Wärme von einer Centralgluth hcrrührt; siemüßte vielmehr in diesem Fall nach unten schneller, nämlich in geometrischerProgression, steigen, mithin schon bei einer geringeren Tiefe bis auf denSiedpunkt des Wassers gekommen sein. Eine Tiefe von 9000 Fuß ist aberfür die Masse des Erdkörpers eine sehr geringe; auch müßten, wenn dieglühenden Massen, welche von den Vulkanen auögcworfcn werden, voneiner Centralgluth hcrrühren sollen, dieselben begreiflicherweise noch vieltiefer liegen. Die Frage, eine wie große Tiefe zu ihrem Flusse erforderlichsei, ist übrigens nicht so schwierig, wenn man weiß, wie hoch der Hitz-grad ist, mit welchem die geschmolzenen glühenden Laven Hervorbrechen.Sichere Angaben sind freilich darüber nicht vorhanden, denn Parrot setztsic z. B. auf den Schmelzpunkt des Silbers (978° R.), Hoffmanndagegen auf den des Eisens (1540° R.); und Bischof fand geschmol-zenen Basalt in einer Temperatur, welche den Schmelzpunkt dcS Kupfers(1118° R.) übertraf?). Wollen wir demnach diese direetc Beobachtungals Maaßstab annehmcn, und die Temperatur der vulkanischen Herde etwaauf 1200° Reaum. setzen, so würde bei gleichmäßiger Zunahme der Wärmein der oben angegebenen Weise eine Tiefe von 6 gcogr. Meilen erforderlichsein, um jenen Hitzgrad hcrvorzubringen °). Selbst diese Tiefe, so bcdcu-

7) Dic Zahlenwcrthe beruhen auf Messungen mit Daniell's Pyrometer; die mitdem Wedgewood' schc u ergebe», namentlich für daü Eisen, eine weit höhere Tem-peratur.

8) Auch diese Angabe ist vielleicht noch zu groß; Mitscherlich glaubt aunchmcn