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Die Untersuchungen der Quellen führen also zu einem nur annähe-rungsmäßig befriedigenden Resultate über die eigene Temperatur deö Erd-körpcrs, sie zeigen entweder eine Schwankung der Temperatur in den ober-sten Schichten der Erdrinde, je nach der Verschiedenheit des OrtS, undeine Abhängigkeit derselben, ganz wie in der Atmosphäre, von der Einwir-kung der Sonne; oder bei konstanter Temperatur einen Ursprung aus Tiefen,welche zwar erwärmend wirken, aber hohe Hitzgradc noch nicht zu besitzenscheinen. Wir müssen daher zu beträchtlicheren Tiefen uns wenden, wennwir die dem Erdkörper cigcnthümliche hohe Temperatur erkennen wollen.
Man hat jetzt ziemlich genügende Erfahrungen über diesen Punkt, undist besonders durch die vielfachen neueren Bohrvcrsuchc zu dem allgemeinenResultate gekommen, daß die Temperatur im Innern der Erde um so mehrzunimmt, je tiefer man in dieselbe cindringt«). Ein solches Resultat, wennes als ein allgemeines angenommen werden darf, ist gerade für uns einhöchst wichtiges und willkommenes, weshalb wir bei seiner näheren Begrün-dung noch einige Zeit verweilen wollen. Erst seit der Mitte des vorigenJahrhunderts wurden die Physiker auf diesen Punkt aufmerksam ; manüberzeugte sich, daß unter einer Tiefe von 50 — 6lU die mittlere Bodcn-tempcratur der gemäßigten Zone nicht mehr konstant bleibe, sondern dafürnach und nach eine höhere sich cinstclle, je tiefer man vordringt. Eine somerkwürdige Thatsachc erregte die Wißbegicrdc vieler Naturforscher, undveranlaßt«! d' Aubuisson, Saussure, v. Trcbra, For, Alcr. v.Humboldt, Cordieru. m. a., Beobachtungen anzustellcn, um Resul-tate daraus abzuleiten. Bei allen war das Ergebniß dasselbe, wenn auchdie Gradation dieser Zunahme an verschiedenen Orten als verschieden sichauöwicS und zwischen 75 —110 Fuß für 1° Wärmcsteigcrung schwankte.Ja eö scheint, nach den neuesten und höchst sorgfältigen Beobachtungen,welche an mehreren Orten der preußischen Monarchie angcstellt wurden, dieletztgenannte Zahl der Fuße für unsere Gegenden die wahrscheinlichste zusein, und nach vielfach wiederholten Beobachtungen an verschiedenen Punktengleicher Breite bald eine etwas größere, bald eine geringere Wärmezunahmestattzufindcn. Zugleich scheinen, in Folge dieser Beobachtungen, nicht alleGesteine eine gleiche Steigerung oder gleiche Tcmpcraturgradc überhaupt zubesitzen, sondern die einen wärmer zu sein als die andern. Noch interessanterist die von F o r beobachtete Erscheinung, daß die metallhaltigen Gänge
6) Ausführliche Mitthcilnngcn über riesen Gegenstand geben die bereits erwähnten(S, 122, Werke von Bischof.