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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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die Atmosphäre und die äußere Kruste der Erde; allein ihre Verschieden-heiten werden erst später empfunden, weil die jedesmalige Luft-Temperatureine gewisse Zeit braucht, um die Erdschichten zu durchdringen. Bischofbestimmt die Schnelligkeit dieser Bewegung in unfern Gegenden aus 6 Fußfür den Monat, und folgert daraus für 36LO Fuß Tiefe eine halbjährigeDauer des Fortschrittes. Quellen, die nicht unter der genannten Tiefeentspringen, werden also im Sommer kälter sein, als die Luft, im Winterwärmer, und die jedesmalige Differenz der Temperatur wird um so stärkerausfallen, je tiefer die Wasscrschicht liegt, aus welcher sic hcrvorkommen.Zur Bestimmung einer cigcnthümlichen Temperatur dcö ErdkörpcrS lassensich aber die Quellen mit veränderlicher Temperatur gewiß nicht in Anwen-dung bringen; denn ihre Veränderlichkeit würde das Gcgenthcil beweisen.Wissen wir aber, daß dieselbe mit der Lust-Temperatur in Harmonie steht,so folgt, daß ihre Temperatur aus der Atmosphäre sich hcrschreibt, mithinfür eine Bestimmung der eignen Temperatur dcS ErdkörpcrS sich nicht eignet.Allein es gicbt nicht bloß Quellen mit veränderlicher Temperatur,sondern auch andere vielleicht zahlreichere Quellen mit konstanter, keinemjährlichen Wechsel unterworfener; und auf solche Quellen richtete sich vonjeher die besondere Aufmerksamkeit der Beobachter. Einige konstante Quel-len haben ziemlich genau die mittlere Temperatur H dcS OrtcS, an welchemsic entspringen, andere sind kälter, noch andere wärmer; die letzteren nenntman Thcr m c n. Früher glaubte man zu dem Resultate gelangt zu sein,daß die Quellen mit konstanter Temperatur in den kalten und gemäßigtenZonen wärmer seien als die mittlere Temperatur des Ortes, in den war-men und heißen Gegenden aber kälter, und leitete diese angebliche Thatsachcebenfalls von den Einwirkungen der Atmosphären - Temperatur auf denErdboden ab. Man meinte, im Winter, wo eine dicke Schnceschicht dieOberfläche kalter Zonen bedecke, dringe weniger Kälte in die Erde ein, alsdie Lust besitze, weil der Schnee eine schützende Decke gegen den Frost ab-gebc, und daS Eindringen niedriger Temperaturen verlangsame. Dahererhalte der Boden im Winter weniger Kälte , als die Luft. Im Sommeraber gelange dieselbe Wärme in ihn, die in der Luft anwesend sei; cs

4) Unter dcr mittleren Temperatur eines Ortes versieht man bekanntlich die Zahlder Grate, welche man erhält, wenn man die Temperaturen aller Tage eines Jahresaddirt und durch 3<>3 dividirt. Die Temperatur eines Tages bestimmt man ähnlich durchSummircu der eingestellten Tag- und Nachtbcobaehtungen und ihre Division mit der Zahlder Beobachtungen.