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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Massen kegelförmig auf, bis der Hauptkrater vollendet war. Blieb er frei,so vermehrtcu sich im Laufe vou Jahrtausenden durch wiederholte Ergüssedie mantclförmigen Zonen seines Kegels; wurde er verstopft, so suchte sichspäter das eruptive Gestein einen anderen Auöwcg, brach in der NähedeS alten Kraters an seinem Fuße hervor, und bildet neue Eruptionskcgelin größerem oder kleinerem Umkreise. Aber jener erste Krater blieb für allefolgenden der Mittelpunkt, daö Ccntrum des EruptionssystemS, und darumist für seine Form der Ausdruck Ccntralvulka n bezeichnend. Blickenwir nun zurück auf die Verbreitung der vulkanischen Thätigkcit, so findenwir die Centralvulkane mehr isolirt auftrcten und ohne Beziehung zu an-deren Gcbirgösystemcn; wir sehen sie meist vereinzelt im Weltmeere ausder Tiefe cmportauchcn und gewahren sic ebenso oft entfernt von allenKüsten, in der Südscc, wie ihnen genähert oder sic umlagernd, an den L i-parischen oder Canarischen Insel n, den Inseln des g r ü n c n Vor-gebirges und der Gallopagoö - Gruppc im stillen Ocean. Andersdie Rcih envulka n c. Ihr linearer Verlauf ist der Beweis einer wieder-holten vulkanischen Thätigkcit, die sich nicht um einen Mittelpunkt äußerte,sondern an verschiedenen Stellen aus einer in der Erdkruste entstandenenlängeren Spalte sich erhoben hat. Während wir annchmcn dürfen, daßder Widerstand, den die feste Decke der vulkanischen Gewalt entgegcnstcllte,bei Ccntralvulkancn nach allen Seiten gleichmäßig war und eben deshalbder Vulkan unmittelbar über seinem Haupte, da, wo die kürzeste Streckedurchbrochen werden »rußte, hcrvorbrach, können wir von den Rcihen-vulkancn vcrmuthen, daß die Decke des vulkanischen Herdes schon geborstenwar, als die vulkanische Macht sich regte, oder daß ihr Gestein, vermögeeurer leichteren Sprengbarkeit in gewisser Richtung, sich lieber spalten, alssenkrecht durchbohren ließ. Beide, die leichtere Sprengbarkeit und derältere Riß, fallen übrigens bei näherer Betrachtung in Eins zusammen,insofern dieser jene bedingt; vielleicht daß überall nur letzterer die entschei-dende Ursache zur Bildung von Reihcnvulkancn wurde. Für diese Ansichtbestimmt uns einigermaßen die Beziehung, in welcher die Reihenvulkanezum Fcstlandc stehen; ihr Parallelismus mit den Küstenrändern, und ihrAnschluß an benachbarte Gebirgssystcme. Ließe sich nämlich darthun, daßdie Gebirgszüge ebenfalls aus Spalten der vormals geschlossenen Erdrindecmporgestiegenc Eruptivgcbilde seien, so würde sich der Anschluß dcrReihen-vulkanc an sic von selbst ergeben; er würde in den schon früher entstan-denen Spalten und Rissen, welche beim Empordrängen jener älterenMassen sich bildete», seine natürliche Erklärung finden. Wir werden später