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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Berggruppe, und au dm Vogclsbcrg von ähnlicher Bildung im Westen.

Auch in der sächsischen Schweiz ist der große Winterbcrg ein Basaltkegel,und in Böhmen besteht das Mittelgebirge, zwischen dem Erzgebirgeund der Elbe, aus Phonolithkcgcln, die in malerischen Gruppen die öst- ,

liehe Grenze dcö Teplitzer ThalcS auSmachcn. Nicht minder reichhaltig istSchwaben an ähnlichen vulkanischen, wenn auch weniger mächtigenMassen, namentlich in den Umgebungen von Urach, woselbst sie amnordwestlichen Rande der Alp hervorbrachcn und wahrscheinlich deren He-bung bewirkten. Am vollendetsten und schönsten aber erkennen wir dieschlummernden Vulkane des mittleren Europas in der Auvergne, wozahlreiche Basalt- und Trachyt-Kegel zu einer höchst auSgcbildctcn vonIX nach 8 streichenden Kette vereinigt sind, deren höchster Punkt, derMontd' o r, 5800' über den Meeresspiegel sich erhebt. Der berühmtestevon allen ist der PuydcDome, 5 Meilen nordwärts von jenem in derMitte der Kette, ein ziemlich schlanker großer Kegel von L500' Höhe undganz aus schönein Trachyt gebildet, mit leicht vertieftem Gipfel. Deutlichererscheinen an anderen, wie am Puy de Pari vu und Puy de Caume,napfförmigc alte Krater an dessen Stelle.

Der Raum gestattet es uns nicht, diese interessanten Betrachtungenweiter zu verfolgen; auch war eine umfassende Darstellung aller vulkanischeilGebilde der Erdoberfläche keineswegs unsere Absicht, vielmehr wollten wirbloß erfahren, wie weit dieselben sich hierhin und dorthin erstrecken, und obsie überall an geeigneten Stellen anzutreffcn seien. Und diese Untersuchungist befriedigend dahin geendet, daß thätigc wie erloschene Vulkane und vul-kanische Produkte allgemeine Bcstandtheilc des ErdkörpcrS sind, daß sic sichüber seine ganze Oberfläche verbreiten und thcils isolirt oder in Gruppenaus den Ebenen, selbst aus dem Meere hcrvorragcn, thcils in Reihen ge-ordnet, besonders neben Küsten sich hinzichen, oder im Binncnlandc demdurch andere, größere Vergreisten vorgczeichnetcn Zuge folgen.

Dieser Unterschied ist noch beachtenswert!), weil er die schon erwähnteAufstellung zweier vulkanischen Systeme, der Ccntralvulkanc und derReihcnvulkan c, veranlaßt hat; er scheint indcß mehr als eine bloßeFornivcrschiedcnheit zu beweisen. Offenbar lernen wir aus ihm, daß die inder Tiefe wirkenden vulkanischen Kräfte auf zwiefache Art sich einen Aus-weg suchten, und entweder in radialer Richtung senkrecht nach oben dräng-ten, oder divcrgirend nach entgegengesetzten Seiten wirkten. Im elfterenFalle wurde die Erdrinde nur an einem Punkte geöffnet, und um ihn, wieum die Mündung eines Schachtes, häuften sich die cmporgetricbencn