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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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die beweisenden Gründe für diese Ansicht weiter verfolgen, und begnügenunS hier mit dem Resultat, daß die Rcihenvulkane stets in bestimmten Be-ziehungen zu Gebirgszügen stehen. In der Cordillcrc Süd-Amerikasbilden sie die höchsten Gipfel dcö Gebirges"'), sich unmittelbar aus seinergranitischen Unterlage erhebend; an anderen Stellen laufen sie den Gebirgs-zügen entweder bloß parallel, oder sie treten aus den Abhängen neben derHauptkettc hervor, und folgen ihrer Richtung genauer. So war cs inG u a t i in ala, so auf I a v a und K a m tschatka, wo die Vulkane ebendeshalb unmittelbar bis an die Meeresküsten reichen. Diese Nähe dcSMeeres ist aber für die Vulkane keineswegs eine nothwendigc Bedingungihres Bestehens, sondern, wie die Betrachtung der mcrikanischen und ccn-tralasiatischen Vulkane zeigt, eine äußerliche, die in anderen von unö schonangcdeutcten Ursachen ihren Grund hat. Bei genauer Ansicht finden wirnämlich die Vulkane nur dann dicht an Meeresküsten, wenn auch der Ge-birgszug, dem sie folgen, dem Ufer sich nähert. Diese Nähe scheint diealleinige Ursache vom Annähern der Vulkane zu sein. Denn alle plutvni-schen ungeschichteten und versteinerungsloscn Massen sind schon wegen ihrerformellen Achnlichkcit mit den Laven iS. 69) als vormals feurig-flüssigeGebilde anzusehen, welche ebenfalls aus Spalten der festen Erdrinde vonunten hcrvordrangen, und ihrer Richtung folgte später die vulkanischeMasse, weil die den Vulkan emportreibcnde Kraft grade da den geringstenWiderstand fand, wo frühere Eruptionen die Decke bereits gesprengt hatten.Wo aber, wie im Meere, in der Ebene, solche Wegweiser den treibendenDämpfen fehlten, wo die Erdrinde noch nicht von früheren Erhebungengespalten war, da mußten die Abzugökanälc durch jene Dämpfe erst gebildetwerden, da mußten sich aufrechte Gänge, gleichsam Schornsteine, vielleichtauf die Art entwickeln, daß die über dem vulkanischen Herde gelagertenälteren Gesteine mittelst Einwirkung der heißen Dämpfe allmälig erweicht,verändert oder zerstört wurden; und daher stehen in den ebenen oder hüge-ligen Gegenden die Vulkane in keiner Beziehung zu den nächsten Berg-ketten. Der Umstand endlich, daß auch an solchen Stellen die Vulkane

ö> Seit einigem Zeit gälte» nicht die vulkanischen Gipfel bei Quito, sondern dieaus Granwackcnschicfcrn bestehende Nevada de Svrata und der Jlliin an i für diehöchste» Punkte der Andcskettc. Jndcß haben grade die jüngsten Untersuchungen dasGegcntheil gelehrt. Nach Pcntland'ö Charte von Bolivien ist die Nevada nurls,!>72 Fuß hoch, während A. v. Humboldt, dessen Thcilnahinc ich diese Notiz ver-danke, de» Chiuib orasso zu 20,100 Fuß bestimmte.