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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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vormals glühend hcrvorgeguollncr Massen. Nach Norden geht die dop-pelte Vulkanreihc in eine einfache über, welche an dein Westabhange desgroßen granitischen HanptgebirgSzugcS bleibt, und in den Kamin auöläust,welcher die Wasserscheide zwischen dem Rio Cauca und dem Magda-lencnsluß bildet. Diesem Thcilc gehören der Jmbaburu bei Jbarra,der Vulkan von Chiles neben Tulkan, der Cumbal mit beständigrauchendem Gipfel, der Azufral, der Vulkan von Pasto, gleichfalls inunaufhörlicher Thätigkeit begriffen, der Sotara und der Puracoan,beide südlich von Popayan gelegen und am westlichen Abhänge des be-zeichnetcn hohen GcbirgSkainmes, die Granitmassen seines Gipfels seitlichdurchbrechend, während jene früher erwähnten größcrn Kegel neben Quitoaus dem Granit des Kammes selbst sich erheben. Dem Puracs gegen-über ragt aus dem östlichen Gebirgözugc neben dein Magdalenenslussc, undganz abgesondert von den vorigen, der Vulkan von Rio Fragua hervor,ein beständig rauchender Trachytbcrg, welcher dem nach Caracas sich wen-denden Thcile der Cordillcren gleichsam als Wegweiser dient, und auf eineVerbindung der Vulkane von Quito mit dem System der Antillen in ähn-licher Weise hindeutet, wie die Vulkane des westlichen Kammes zu derReihe von Guatunala in Beziehung zu stehen scheinen. Von ihnen erstrecktsich die Hauptkcttc der AndcS zwischen dem Rio Cauca und Magdalencn-fluß in gerader Linie nach Norden, und trägt hier unter 5« nördl. Breiteim 17,000 Fuß hohen Tolima ihren letzten thätigcn Vulkan.

An dieses vulkanische Hochland, unmittelbar unter dein Acquator,schließt sich südwärts das System Chili'S an, getrennt von ihm durcheine Lücke von mehr als 300 gcograph. Meilen, in welcher die kleinereGruppe der thätigcn Vulkane von Bolivia, mit dem Misti von Are-guipa, zwischen der Meeresküste und dem Titicacasee, als verbindendesGlied auftritt. Vicrundzwanzig Krater ragen daselbst von Norden nachSüden geradlinig fortstrcichcnd hinter einander hervor; sic beginnen mitdein Vulkan von Copiapo unter dem 27. Grad südl. Breite und endenmit dem Vulkan von Clcmcntc unter 46». Der bekannteste darunter istder Vulkan von Maypu, ziemlich in der Mitte der Kette unter 34° nebenMcndoza und St. Jago gelegen. Das große Erdbeben von 1822,welches Valparaiso zerstörte, leitete seine letzten Eruptionen ein, undseit dieser Zeit verbreitete er in einem Erschütterungskrcisc von 60 MeilenDurchmesser Zerstörung und Schrecken um sich her. Seine Erdstöße warenso heftig/daß auf dem Fort San Carlo, 20 Meilen südöstlich vomKrater am Friß der Bergkette gegen die Ebene hin, ein Mastbaum, welcher