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vulkanische Phänomene anführcn, welche ohne irgend eine Aufhäufungeruptiver Stoffe merkliche Niveauveräudcrungeu deö Bodens, und wasnoch wichtiger sein dürfte, in bei weitem größerer Ausdehnung hervor-brachtcn. Eins der neuesten, wenigstens am genauesten ermittelten, ist dieErhebung der Chilesischen Küst e von Copiapo bis Chiloc. Mit hef-tigen Erdstößen begann hier am 20. Februar 1835 die letzte Revolution,welche sich nicht bloß über den Küstenstrich ausdehnte, sondern auch überden dortigen Thcil der Cordillcrcnkctte erstreckte, von Lavacrgüsscn desOsorno begleitet wurde, und bis zur Insel Juan-Fcrnandez ihre Wirkun-gen verbreitete. Das wichtigste Resultat derselben war eine Erhebung derMeeresküste von 4—5 Fuß senkrechter Höhe, die später allmälig nachließ,binnen 6 Wochen auf 2 Fuß hcrabsank und in dieser Höhe stehen blieb.Chili scheint überhaupt unter allen Gegenden der Erdoberfläche die häufig-sten Niveauvcrändcrungcn selbst in historischer Zeit erlitten zu haben; dennnach Untersuchungen von Darwin zeigen sich bei Coquiinbo wenigstens5 Terrassen älterer Küsten; ja nach demselben Beobachter beträgt die Er-hebung des Bodens an manchen Stellen 1000 —1300 Fuß und hältdurchschnittlich 100—500. Diese bedeutende Veränderung des Festlandesgegen das Meer muß aber seit der Diluvialepochc erfolgt sein, oder kannwenigstens nicht aus einer beträchtlich älteren Periode stammen, weil dieSchaalen derselben Muscheln, welche jetzt das dortige Meer bewohnen, auchin den früheren Strandbildungen angetroffen werden. In der That läßtsich eine öftere Wiederholung der Küstencrhcbung Chilis um so weniger be-zweifeln, als dieselbe nicht bloß das eine Mal wirklich cintrat, sondern schonfrüher, während heftige Erdstöße vom 19. November 1822 bis zumSeptember des folgenden Jahres diese Gegend hcimsuchten, in gleicherWeise erfolgt war. Damals betrug die durchschnittliche Hebungshöhc amMeercsufer selbst 1 Fuß, obgleich stellenweis sich Niveauunterschiede von11 Vs Fuß bcmcrklich machten; noch höher wurde daö Festland in seinemInnern gehoben, selbst bis 2 Meilen weit vom Ufer, wo die Größe derEmporhebung zwischen 5 — 7 Fuß schwankte. Schwerlich wird sich übri-gens in Abrede stellen lassen, daß man in dergleichen Hebungen die Resul-tate vulkanischer Kräfte anzucrkenncn habe; zumal wenn man bedenkt, daßsic wenigstens an dieser Stelle nie ohne Bobencrschütterungcn und sic beglei-tende vulkanische Erscheinungen cintraten »). —
3) Ein Phänomen anderer Art, dessen hier nur seiner äußeren Achnlichkeit wegengedacht wird, scheint die fortdaucuidc Erhebung Schwedens zu sein. Seit fast ION