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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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namentlich eins bei Cumana, worüber A. v. Humboldt Mittheilungenmachte, und ein anderes zwischen Genua und Voghera, quer über dieApcnninen; ein drittes zwischen Sciaeca und Palermo während der Bil-dung-einer neuen Insel im Mittelmecr, wovon unten bas Nähere bemerkt ist.

Die Wirkungen, welche Erdbeben auf die Umänderung der Erdober-fläche auszuübcn im Stande sind, werden wir übrigens nicht sowohl auöden Zertrümmerungen menschlicher Bauwerke abnehmcn können, sondernum vieles richtiger auS den wirklichen Veränderungen ersehen, welche dienatürliche Erdoberfläche durch sic erleidet. In dieser Beziehung ist cs indeßnöthig zu bemerken, daß bei weitem die meisten Erdbeben der gegenwärtigenPeriode keine bedeutenden Veränderungen Hervorbringen, sondern sieh bloßans momentane Erschütterungen des Bodens beschränken. Nur die heftig-sten Stöße wirken gewaltsamer und veranlassen Nivcauvcränderungcn, diezwar ihrem Grade nach sehr verschieden sind, aber doch immer in Hcbun-g c n oder Senkungc n bestehen. Was crstcre betrifft, so hat man wohlwirkliche Hebungen des ganzen Bodens beobachtet, aber doch ungleich selte-ner, als Aufhäufungen neuer Stoffe, die aus entstandenen Spalten hervor-brachcn, und durch sich selbst und ihr Emporstcigcn die Nivcauveränderungbedingten. Eine wirkliche Hebung?) des Bodens fand indessen auch beidem großartigsten Phänomen dieser Art, welches der Bildung des neuenMerikanischcn Vulkans von Jorullo am 28. September 1759 voranging,statt. Auf einer Fläche von mehr als 4 Quadratmcilen Umfang hob sichder bis dahin ebene Boden gleich einem Gewölbe, dessen Mitte nahe an500 Fuß aufsticg, und zerriß in vielfache Spalten, auö denen kleine Kegelvon 610 Fuß Höhe hcrvorkamen. Zwischen ihnen entstand der Haupt-vulkan aus einer großen Spalte, welche von VVMV nach 080, also ziem-lich in derselben Richtung riß, in welcher die Reihe der Vulkane quer durchMeriko streicht, und thürmte sich bald bis zu einer Höhe von 1500 Fußauf. Unaufhörlich spie er rauchende Flammen aus, schleuderte glühendeMassen empor, und blieb bis Mitte Februar 1760 in fast ununterbrochener

2) Die neucstm Mitthcilungc» über den gegenwärtigen Zustand der damals verän-derten Gegend von E. Schleiden stellen die Hebung des Bvdens i» Abrede und machenes wahrscheinlich, daß die scheinbare Hebung durch eine sehr schnelle Aufschüttung trüm-mcrförnüger Lavamaffcn bewirkt wurde. Ob indessen nicht eine vorübergehende Hebungihrem Durchbruche voranging, und ein Thcil des gehobenen Bodens in veränderter Lagestehen blieb, mochte durch Untersuchung der gegenwärtige» llebcrschüttungcn schwer zu ent-scheiden sein. Vergl. R. Froricp, Fortschr. der Geogr. u, Naturgcsch, 2. Bd. S. 14ff.