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gegen dcr Ausbreitung desselben in der Richtung der Streichungslinie ganzbesonders günstig zu sein scheinen. Diese Annahme ist in der That durchvielfache ähnliche Wahrnehmungen als eine allgemeine Wahrsten bestätigt;sie hat namentlich durch Beobachtung der Erderschüttcrnngcn in der Cor-dillcrcnkettc, diesem großartigsten aller von vulkanischen Erscheinungen um-gebenen Höhenzüge, eine vielfältige Bestätigung gefunden. Ganz Süd-Amerika, vom Feuerlandc bis zum Mexikanischen Meerbusen hinauf, wirdvon einer fortlaufenden, nur stellenweis unterbrochenen Reihe von Vulkanendurchzogen, die immer dem hohen Gcbirgskammc der Corbilleren folgen,und größtenthcils auf ihm selbst ruhen. Bald hinter Quito theilt sichdieser Kamm in zwei Arme, dcr eine westliche streift durch die Landenge vonPanama nach Meriko und Nord-Amerika hinauf, der andere östlichewendet sich zum Meere nach Caracas, geht an dcr Küste fort, bis er diekleinen Antillen erreicht, und setzt sich durch diese unter dein Meere bisnach Portoriko fort, neben Haiti, Jamaika, Cuba zur HalbinselUucatan zurückkchrcnd. Nur innerhalb dcr durch diese Streichungslinievorgczeichncten Richtung liegen die großen furchtbarsten aller Erderschüttcrun-gen, welche Amerika so oft hcimgcsucht haben, und in kleineren minder ge-waltsamen Spuren fast jährlich heimsuchen; sic folgen dem Laufe dergroßen Bergkette genau und entfernen sich von ihr im Ganzen so wenig,daß eigentlich sic allein als der Erschütterungskreis erscheint, den die ge-waltsamsten aller Bedungen des Bodens berühren. Das Centrum dereinzelnen Erschütterungen liegt immer neben dem Hauptgcbirgsstock, baldauf der Ost-, bald auf dcr Westseite, und folgt seiner Richtung thcilS auf-,thcils absteigend in vielfachen Modificationcn der jedesmaligen Wirkungen.
Indessen ist das keineswegs die einzige Art, wie Erdbeben sich ausdeh-nen und fortpflanzcn; man hat sogar einige beglaubigte Beispiele, daß sicGcbirgskämme in querer Richtung durchschneiden, von dein einen Ab-hänge auf den anderen übergehen können. Die häufigsten dieser Erdbebenfinden sich in Meriko, und hier scheinen sie durch die in derselbenRichtung verlaufende Vulkanen-Rcihe bedingt zu sein, welche dem Gebirgs-zuge der Inseln Jamaika, Haiti und Portoriko ziemlich parallelgehend genau von Westen nach Osten über die Landenge durch die C o r-dillercn hin sich fortzieht. In dem Falle folgt also die Stoßlinic nichtdem Hauptgebirgszugc, sondern vielmehr dein ihn durchsetzenden Vulkanen-zugc; und ist im Grunde keine verschiedene, sondern eine bloß modificirtcähnliche Richtung. Allein auch unabhängig von solchen Bedingungen hatman quer über Gebirgszüge laufende Erdbeben beobachten können, so