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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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Die neueren Augitlavcn sind entschieden dic häufigcrm; sic habencinc dunklc, schwarzgraue, schwarzbraune oder selbst schwarze Farbe undbestehen aus einem innigen Gemenge von Fcldspath und Augit;zweien Mineralien, welche überhaupt an dem Material der festen Rindeunseres Planeten den größten Antheil nehmen. Namentlich der Fcldspath,dessen schon früher (S. 48) als eines kicselsaurcn Doppclsalzeö gedachtwurde, wie wir dic Verwitterungs - Proccsse besprachen, ist in fast allenkrystallinischen FclSarten der wichtigste und vorwiegendstc Bcstandthcil; ja >

eigentlich dic Grundmatcric nicht bloß der auf feurigem Wege gebildetenpyrogenen Gebirgsgesteinc, sondern selbst in seinem verwitterten Zustandeals Thonerdc der Stoff von vielen neptunischcn Sedimenten. In denAugitlaveu scheint diejenige Abart, welche wir später (im 9. Abschnitt) alsLabrador näher kennen lernen müssen, vorherrschend oder allein aufzu-trctcu. Seine Farbe ist weißlich, gewöhnlicher hellgrau oder röthlich; seinGewicht geringer als das des AugitS, nämlich 2,7. Der Augit unter-scheidet sich vom Fcldspath durch eine schwarzbraune oder rein schwarzeFarbe, ein höheres spezifisches Gewicht (5,5) und cinc andere chemischeZusammensetzung; worin besonders der völlige Mangel, oder dic geringeMenge von Thonerdc, bei reichlicher Anwesenheit von Kalk- und Talkerdr,bezeichnend für ihn ist. Als dritter Gemcngthcil tritt häufig Magnct-eiscn, eine Verbindung von Eiscnoryd und Eiscnorydul, hinzu und ver-stärkt durch seine schwarze Farbe das dunklc Ansehen der Augitlavcn ebensosehr, wie ihr Gewicht (33,5) durch seine größere spezifische Schwere(4,95,2). Alle drei Stoffe bilden ein gleichförmiges, homogenes Ge-menge von basaltischem Gefüge, ohne größere Ausscheidung des einenoder des anderen Bestandthcils; wenigstens ist eine solche Ausscheidungnicht Regel, wenn sie auch stcllcnwciS cintreteu kann, indem zumal dasMagneteiseu sich selbstständiger auszusondern pflegt; aber andere fremdeStoffe, welche sich dem Lavamaterial beigcscllcn und später beim Erkaltensich darin isolircn, wie eS z. B. der Lcuzit oder Amphigcn öfters thut,geben der Lava bisweilen ein p o r p hyrartigcs Ansehen. An manchenStellen, z. B. am Sec Bracciano nördlich von Rom, oder am Laach erSec bei Andernach, stecken weiße Lcuzitkrystallc so häufig in freilich älterer,vorhistorischer Lava, daß ihre Masse ein scheckiges Gefüge erhält.. DieseLeuzite widerstehen der Verwitterung, welcher die Lava unterliegt, sic fallenheraus und bedecken überall den Boden der Gegenden, wo Lcuzitlaven sichfinden. An anderen Orten herrscht der Fcldspath im Grundgemcngc mehrvor und bedingt eine etwas hellere Farbe des Gesteins, wodurch cs dem

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