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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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sich durch dir ganze Masse der Lava hindurch, drängen sich dichter in denoberen Theilen zusammen, wechseln in ihrer Größe beträchtlich, bilden abernie ein inniges, schaumartigcs Gemisch, wie im Bimsstein. In der Regelsind die Blascnräumc ganz leer und ihre Wände ohne allen Ucbcrzug, nureine glänzende, mehr schlackige Oberfläche pflegt ihnen eigen zu sein; bis-weilen haben sic einen anders gefärbten, staubartigen Anflug, wenn sichdie ursprünglich in den Blasen enthaltenen gasförmigen Stoffe an denWänden Niederschlagen; in sehr seltenen Fällen enthalten sie zarte Krystalle,die aus der Lavamassc in den Blasenraum hcrausschossen. Sehr oft zeigendie Blascnräumc eine mandelförmige Figur und eine schiefe, der Richtungdes Stromes folgende Stellung; beides deshalb, weil die schnellere Erkal-tung der Lavamasse in ihren oberen Schichten das gleichmäßige Fortschreitcndeö Ganzen hinderte und den tieferen, noch weichen Lagen ein Wciterrnckcnmöglüb machte, während die oberen schon standen. Der anfangs rundeBlasenraum mußte dadurch schief gezogen, nach unten zugcspitzt und man-delförmig ausgedehnt werden. Füllen sich solche Blasenräumc vollständigmit fremden Materien, so nennt man die Felsart einen M and elfte in;besonders wenn die mandelförmigen Einsprenglinge härter sind, als dasumhüllende Gestein und beim Verwittern desselben Zurückbleiben. NeueLaven zeigen übrigens eine so vollständige Ausfüllung der Mandeln nicht,ihre Blasenräume sind auch in dieser Form ohne allen Inhalt.

Neben der Anwesenheit von Blasenräumcn bezeichnet die neuen Lavenkein anderer äußerer Charakter so sicher, als die feinkörnige, matte, derbeBeschaffenheit ihrer Substanz in der Tiefe und das stcllcnwcis sehlacken-förmigc, unordentlich zertrümmerte, aus in sich gewundenen und mannig-fach verschobenen Schichten hcrvorgchcndc Ansehen ihrer Oberfläche. Darinaber zeigen sic keine große Gleichförmigkeit, weder zu allen Zeiten, nochan allen Punkten; cs scheint, als ob die Schnelligkeit der Eruption, dieNeigung des Bodens, und die leichtere oder langsamere Vcrflüssigungs-sähigkeit des Lavamatcrialö auf die Form seiner Oberfläche einen noch grö-ßeren Einfluß ausübe, als auf die Beschaffenheit des erkalteten Lava-gcstcincs in seinem Innern. Die letztere hängt offenbar von der chemischenMischung der Bestandtheilc ab und wird durch die Leichtigkeit, mit welcherdie verschiedenen Stoffe aus der Mischung aller sich zu lösen vermögen,bedingt. Ganz dasselbe gilt von der Farbe. In beiden Beziehungen scheintdas Vorherrschen des Feldspaths in der Lavamassc auf der einen,oder des Augits auf der anderen Seite das hauptsäckllich Bestimmendezu sein.