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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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ähnlich sicht, auch ganz so wic dieses schalig oder muschelartig zerspringt,wenn man daran schlägt, mithin keine krystallinische, sondern eine glas-förmige oder amorphe»), Struktur hat. Weitere genaue Analysen zeigen,daß beide, Obsidian und Bimsstein, aus Kieselerde mit Thonerdc undetwas Alkali bestehen, also auch in ihrer Mischung einem Glasflüsse ähneln,mit dein ihre äußere Erscheinung so sehr übcrcinstinunt. Nun weiß Jeder-mann, wie daS Glas durch Zusammcnschmclzcn der Kieselerde mit eineinAlkali, Kali oder Natron und etwas Kalkcrdc entsteht, und wie geringeZusätze von Mctallorydcn dem Glase eine schöne Farbe geben; cs wärealso der Obsidian als ein Glasfluß zu betrachten, in dem die strenger flüs-sige Thonerdc die Rolle mit dem Alkali theilt, der zugleich durch ciuMctall-oryd, hier Eisen oryd, schwarz gefärbt ist, und dessen Beschaffenheit, ober homogenen Obsidian oder schaumigen Bimsstein darstellt, wohl ohneZweifel von aufstcigendcn luftförmigen Stoffeil oder Gasen hcrrühren wird,welche dem Bimsstein sein schaumiges Ansehen crthciltcn, dem homogenenObsidian aber fehlen. Auch in unserem künstlichen Glase finden sich jaLuftblasen, wenn cs ohne große Sorgfalt angcfcrtigt wird, und ihre Anzahlmehrt sich, wenn die flüssige Glasmasse in Bewegung gcräth, sei es, daßman sic schlägt, oder von oben etwas in dieselbe schüttet; diese Luftblasenbleiben, wenn die Flüssigkeit erkaltet, drängen sich aber stets nach oben, soweit es die Zähigkeit der Masse zuglebt. Bimsstein zeigt also aufeine bewegte, gleichsam auskochcnde Lava hin und ist ein Beweis heftigerGasentwickelung in der glühenden Masse, welche nach neueren Unter-suchungen vom verdampfenden Kali hcrrührt, nach der älteren Annahmedurch Wasscrdämpfc bewirkt werden sollte^). Auf der andern Seite gehtder stark glänzende glasartige Obsidian, ohne im Geringsten seine Homo-genität zu verlieren, in eine minder glänzende, emailartigc Substanz über,die zugleich minder spröde ist und weniger scharfkantig oder schneidend zer-springt. Diese Substanz nimmt, bei übrigens gleicher Beschaffenheit, zweiFormen an, indem sie sich bald in kleine rundliche Stücke absondert, oderdie Homogenität beibehält. Die elftere Form nennt man Perl st ein, die

4) Man vcrgl. über N m e rPhis m u s die sechste Anmerkung zum 17. Abschnitt.

8) Sorgfältige Versuche lehrten, daß sich der natürliche Feldspat!) durch künstlicheSchmelzung in eine» wahren Bimsstein verwandeln lasse, wenn das Kali daraus in Dampf-ferm entweicht. Sebald cs geschehen ist, fällt die Masse zusammen und bildet Obsidian.Man eergl. die wichtige Schrift een H. Ab ich, Gceleg. Beobachtungen über die eulka».Erschein, in Mittel- und Unter-Italien. Brannschw. 1841. 4. S. <>2 ff.