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Dies festgehalten, ist als» die Wärm» das nothwendigc Produkt allerder Erscheinungen, welche mit Fcuerentwickelung verbunden sind, und auSdiesem Grunde werden wir, indem wir die Wirkungen der Wärme auf die» verschiedenen Materien untersuchen, auch ihre Beziehungen zum Feuer am
besten erfahren. Eine solche Untersuchung kann hier nur in Mittheilungder Resultate eingestellt werden, die dahin lauten, daß die Wärme auf alleMaterien gleichmäßig wirkt, d. h. dieselben mehr und mchr ausdehnt, jemehr sic zunimmt. Eine jede Wärmczunahme bewirkt also in der Materie')eine zunehmende Ausdehnung, welche indeß nicht überall gleichartig ist,sondern bei dein einen Stoff schneller, bei dem andern langsamer einegrößere Wirkung hcrvorbringt. Darauf beruhen die Eigenschaften derMaterie, welche wir als fest, flüssig oder flüchtig (d. h. gas-, luft-odcr dampfförmig) unterscheiden und QualitätSzuständc neunen. DieMaterie kann also, wenn sic bei einem gewissen Wärmegrade oder einerbestimmten Temperatur, was ebensoviel heißt, fest ist, bei einer höherenflüssig, und bei einer noch höheren dampfförmig werden, eine Behauptung,welche z. B. am Wasser durch die bloße Beobachtung desselben inr Winter,im Sommer und im Kochen erläutert wird. Im Winter ist eS fest, oderEiS, bei einer Temperatur unter 0°; im Sommer ist cS flüssig, und beieiner künstlich bis auf 80» Rcaum. vermehrten Hitze kocht cs und ver-wandelt sich in DampfH. Eben diese Fähigkeit besitze» aber auch vieleandere Materien, wenn gleich die Eis- und Siedepunkte nicht so dicht nebeneinander liegen; doch können wir bei manchen Metallen noch die Grenzendes festen, flüssigen und flüchtigen Zustandcö ziemlich leicht wahrnehmen,wie z. B. beim Quecksilber, das bei — 32» Rcaum. (eine Temperatur,die in Sibirien nicht selten vorkommt) fest wird, bei der gewöhnlichenTemperatur flüssig ist, und bei -j- 280» Rcaum. kocht und Dämpfe ent-wickelt. —
1) Wir erinnern nnscre Leser noch einmal an die Anomalie des Wassers, insoferndasselbe dem allgemeinen Gesetze erst von 3" Rcaum. über dem Gefrierpunkte an Folgeleistet, unter dieser Temperatur erkaltet aber sich ebenfalls mehr und mehr ausdehnt, biscs fest wird. Siehe S. 51.
2) Hier scheint uns die Bemerkung am Orte zu sein, daß Wasser nicht bloß bei ge-steigerter Temperatur luftförmig wird und Dampf bildet, sondern bei jeder anderen eben-falls. Wasserdampf bei niedriger Temperatur heißt Dunst, und ist nicht eher sichtbar,als bis er in Bläschcnform sich gesammelt hat (z. B. im Nebel, in den Wolken). DieEigenschaft, bei jeder Temperatur langsam verdunste» zu können, kommt allen flüssigenund vielen festen Materien, nameutlich den riechenden zu, z. B. Moschus, Eampher u. a. ui.