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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Wirkungen des -krucrs. Wesen desselben. <Qualitäts;uflü»dc der Materieüberhaupt. Eigenschaften der vulkanischen Auswurssmasscn.

Mit Recht sehen wir uns daher nach Agenten um, die einflußreichersind, als das Wasser, und stoßen in diesem Bemühen zunächst auf basFeuer, das gemeinsame Lösungsmittel der Metalle, und schon deshalbauch auf andere Materien gewiß nicht ohne allen Einfluß. Ehe wir jedochdie Einwirkungen dieses Elementes näher untersuchen, ist cS nöthig, vonseinem wahren Wesen unS eine richtige Vorstellung zu verschaffen.

Die Ansicht, daß das Feuer ein Element oder wohl gar eine Materiesei, stammt aus dem Alterthumc her, und hat ihren Grund in der Lehreeiniger alten Philosophen, die Feuer, Wasser, Luft und Erde als dieGrundbestandthcilc aller Dinge betrachteten und ihnen deshalb den NamenElemente beilegten. Allein eine spätere genauere Untersuchung lehrte unö,daß Wasser, Luft und Erde gar keine einfachen Stoffe sind, sondern wenig-stens aus zwei Bestandthcilen bestehen, die sich innig mit einander mischenoder verbinden. Das Feuer entzog sich, seiner wesentlichen Natur nach,länger unserer Wißbegierde, und wurde erst sehr spät dahin erkannt, daß csan und für sich gar kein Stoff ist, sondern eine bloße Erscheinung, die beiden Verbindungen gewisser Materien unter sich, namentlich des Sauerstoffsmit andern einfachen Stoffen, sichtbar wird. Die Erscheinung dessen,was wir Feuer nennen, schließt aber zwei Eigenschaften in sich, Wärmeoder Hitze und Licht. Eine nähere Untersuchung des Phänomens zeigtbald, daß das Licht wieder in zwei Gestalten auftritt, nämlich als Flammeund als Glühen, während die Wärme zwar in sehr verschiedenen Gradensich zu erkennen gicbt, sonst aber keine Unterschiede darbictct. Was jeneDifferenz des Lichtes betrifft, so hängt sie von der Materie ab, an der dieFeucrcrschcinung Antritt; denn Flammen kommen nur bei Substanzen vor,die im Moment ihrer Verbindung mit dein Sauerstoff luft- oder gasförmigwerden, während der glühende Körper auch dabei noch ein fester oder tropf-bar flüssiger bleibt. Wenn aber ein Körper irgend einer Qualität glühtoder flammend leuchtet, so entwickelt er Wärme; weshalb alle Verbin-dungen von Sauerstoff mit anderen einfachen Stoffen, oder wie man auchsagen kann, alle Verbrennungsproccssc, nicht ohne Entbindung ge-wisser Wärmegrade cintrctcn.