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schwankenden Steine derselben Gegenden ; sic bestehen aus einzelnstehendenGranitsäulcn, auf deren Spitzen kugelförmige Blöcke liegen, welche leicht inBewegung versetzt werden können und bei starken Stürmen hin und herschwanken. Ihren Ursprung verdanken diese Säulen dem cigenthümlichcnVermögen aller krystallinischen und derben Gesteine, nach gewissen Rich-tungen Spalten zu reißen und dadurch in einzelne Stücke sich zu sondern«).In diese Spalten dringt die Atmosphäre, wirkt verwitternd auf ihre Wände,schleift dadurch Kanten und Ecken der Blöcke ab und gicbt ihnen ein mehrkugelförmiges Ansehn. Solche Blöcke ruhen dann oft nur noch auf einerkleinen Fläche, und da die Unterlage ebenso abgerundet ist, wie der Blockselbst, so schwanken sic auf ihr hin und her, wenn äußere Gewalten sictreiben, bis ein zu heftig cinwirkcndcr Stoß endlich den Block herunter-schlcudert.
Daö eben besprochene Spaltungsvcrmögcn aller krystallinischen undderben Gesteine gicbt übrigens noch auf eine andere Weise zur Zerstörungder Felswände Veranlassung, und wirkt ähnlich wie die schieferige Tcrturder erdigen Schichten. Hiezu bietet wieder daö Wasser die Hand, indemcs sich in die Spalten, Klüfte und Schiefcrungscbcnen cindrängt und da-selbst, zumal in den engsten, durch die Kapillaranzichung^) sestgehalten,stehen bleibt. Hier kann cö nun auch auölaugcnd und auslösend thätigsein, ganz besonders aber mechanisch eine Veränderung der Gesteine beimEintreten starker Temperaturunterschiede bewirken. Zwar ändern alleMaterien ihre Ausdehnung beim Wechsel der Temperatur; sic ziehen sich
<>) Dir Spaltcnbildnng der Gesteine befolgt entweder keine bestimmte Richtung, undheißt den», Zerklüftung; oder die Spalte» nehmen bestimmte Richtungen an, in denensie sich schneiden oder parallel laufen, je nachdem eine, zwei oder mehrere Richtungen Vor-kommen. Diese Erscheinung nennt man Absonderung. Sic bewirkt an den Ge-steine» gleichartig geformte Thcil- oder Bruchstücke, welche man nicht für Krystallc haltendarf, mit denen sie oft große Aehnlichkcit haben. Auch kugelige Absondcrungsflächcnkommen vor.
7) Kapillarität nennt man das Vermögen aller Flüssigkeiten, an de» Wändensehr enger Röhren oder Spalten fester Materien sich anhängen lind in diesen gegen dieRichtung der Schwere um so mehr aufwärts steige» zu können, je enger die Lücken sind.Das Einsauguugsvcrmögen aller schwammigen Stoffe beruht auf der Kapillarität oderHaarröhrchcnanziehung. Aber nicht bloß si c sind porös, sondern auch die meisten krystal-linischen oder derben Gcbirgsstcinc haben feine, dem bloßen Auge unsichtbare Lücken, .worin das Wasser cindringt und den Vcrwittcrungsproccß um so schneller zu Standebringt. Nur die glasförmigcn Substanzen scheinen der Poren ganz zu entbehren.