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und erst oben die feinere Thonerde reiner auftretcn wird, mithin durch eineneinzigen Wasserstrom die Bildung drcisacher Schichten, der Conglomcratc,Sandsteine uird Thonflötze, bewirkt sein kann.
Tritt der bezeichnctc Vcrwitterungsproceß der älteren Gesteine also inder Weise ein, daß die verwitterten Massen von fließenden Gewässern fort-gelcitct und an anderen Orten wieder abgcseht werden, so entstehen darausdie mechanischen Wassergcbilde oder Sedimente. Aber die Verwitterungwirkt nicht immer zugleich producirend, sondern ebenso häufig mehr zer-störend. Sie entführt durch das atmosphärische Wasser aus vielen Sand-steinen das Bindemittel, gewöhnlich Thon oder Kalk, und der fallendeRegen reißt die von einander abgelösten Sandkörner hinunter. Viele ältereaus Sand- und Kalksteinen aufgeführtc Gebäude zeigen uns an den ver-schiedenen Baustückcn die mannigfaltigen Grade oft sehr deutlich, in welchenein und dasselbe Gestein verwittert, und erklären leicht die Proccsse, denender Erdball im Großen seit Jahrtausenden ausgesctzt war. Besondersstark ist die Verwitterung in Flußthälcrn, welche durch Sandsteine gehen,weil der beständig vom Fluß aufstcigcndc Wasserdunst die Atmosphäre desThales reichlich mit Wasser versorgt. Es können auf solche Art anfangssehr enge Thäler nach und nach erweitert werden, und cs kann der Sand-gehalt vieler Flüsse von solchen Verhältnissen hcrrührcn. Vielleicht findenähnliche Umstände beim Erhöhen des Nilthalcö mit statt, doch könnendieselben hier weniger einflußreich als an andern Orten sein, weil dieAtmosphäre Aegyptens nur sehr wenige Wasserdichtste enthält und der be-ständige Nordwind alle südwärts mit sich fortführt; daher cs auch in Ober-Aegypten fast nie regnet«) und die einzige Erquickung des Bodens durchdas Auötrctcn des Nilcs möglich wird.
Aus dem Verwittcrungsvcrmögcn erklären sich übrigens viele anschei-nend höchst wunderbare Erscheinungen an Gebirgen in der Gegenwart.So leitet man z. B. die kcsselförmigcn Vertiefungen in den Graniten, welchean manchen Orten, z. B. auch auf der Roßtrappc, wo sic die Sage demFußtritte eines Ricscnpfcrdcs zuschreibt, bemerkt werden, von gleichen Ver-anlassungen her. Aehnlichc aber größere Kessel sicht man in GranitenWcstcnglands, in Cornwallis und Dcvonshirc, und das Volk be-trachtet sie hier als künstliche Bassins aus grauer Vorzeit, worin die Druidenihre Opfer den Göttern darbrachten. Geologisch merkwürdiger sind die
3) Ein Regen in Ober-Aegypten galt schon im Alterthumc für ein Wunder derseltensten Art. wie Herotot (N. 3. c. 10.; beriebtet.
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