Stoffen, von welchen zwei, die Kieselerde und Thonerde, immer in ihmvorhanden sind, ein dritter aber thcils Kalkerde, theilS Kali, thcils Natronsein kann. Indcß würbe die Einwirkung des atmosphärischen Wassersschwerlich genügen, die Verbindung dieser drei Stoffe zu lösen, wenn nichtin der Luft ebensogut, wie im Quellwasser, freie Säuren, zumal die Koh-lensäure, vorhanden wären' >, unter deren lang fortdauerndem EinflußKali, Natron und Kalkerde ihre Verbindung mit der Kieselerde ausgcben,sich in kohlensaurc Salze umsctzcn, als solche vom Wasser sich auflösenlassen, und dadurch die zwischen ihnen und den genannten Erden im Granitbestandene Verbindung zerstören. Alsdann zerfällt das feste krystallinischeGestein in eine weiße erdige Substanz, welche wesentlich aus einer Ver-bindung von Kieselerde mit Thonerde und Wasser besteht, die als Porzel-l aner b e oder K aolin vielfache Benutzung findet. Eine solche Zersetzungdes Feldspaths ist auch möglich, wenn er sich nicht im krystallisirtcn Zu-stande, sondern im einfach derben (s. S. 5) befindet, und da diese Artseines Vorkommens bei allen Porphyren die gewöhnliche ist, so zerfallenletztere ebenso, wie die Granite, in Porzellanerde. Nicht minder thun esdie Basalte, derbe Gesteine von schwarzer oder grauer Farbe, welche auseinem Gemenge feiner Zeolith- und Augitkörner mit mehr oder minderbeträchtlichen Antheilcn l > 0—29 Proeent) von Eisenoryden bestehen; auchihre Verwitterung ist ein dem Auslangen ähnlicher Proccß, und wird durchAusziehen der Alkalien aus dem Zeolith vermittelst gesäuerten Wassers be-dingt, wobei daö Eisen in Rost (Hydrat) sich verwandelt und die davonbraun gefärbte Thonerde mit dem feinen Augitpulver einen mehlartigenUcbcrzug oder eine solche Kruste bildet, die fallender Regen nach und nachabwäscht und mit sich fortführt. Dies ist der gewöhnliche Weg, den dieVerwittcrungsproducte nehmen; sie werden fortgcschwcmmt, begegnen ausihrem Wege mit dem Wasser anderen Stoffen aller Art, hüllen sie in sichein, und bilden, wo das Wasser stehen bleibt, neue Erdlagcn, Sedimenteoder Flötzc, welche häufig mit Sandkörnern und Bruchstücken anderer Ge-steine gemischt sind, und in dieser Form Konglomerate oder Brcccicngenannt werden. Es leuchtet ein, daß die schweren Massen zu unterst imLager sich absetzen werden, daß über ihnen die Sandkörner liegen müssen
4) Durchschnittlich enthält die Atmosphäre 0,04 Procent Kohlensäure. Nach Ge-wittern zeigen sich auch geringe Antheilc von Salpetersäure. Ihre Hanptbcstandtheilesind bekanntlich Stickstoff (70 Proeent) und Sauerstoff (21 Procent), nebst Wasserkunstin höchst schwankender Menge.