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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Materie anders, als im aufgelösten Zustande, von den Thieren oder Pflan-zen ausgenommen werben kann; die auflösende Kraft der Gewässer alsoinbireet durch die anorganischen Absätze bewiesen wird, welche das Thicr-und Pflanzenreich veranlaßt, wenn nicht geradezu bildet. In der Thatgicbt cs wenig lebende Geschöpfe, deren Lcbcnsproeeß nicht gewisser anorga-nischer Stoffe bedürfte und selbige, wenn das Geschöpf beimDode in seineElemente sich auflöst, in fester Gestalt dem Medium wieder übergäbe, wel-chem sie dieselben in flüssiger Form früher entzogen haben. Den größtenThcil dieser festen Bcstandtheilc der Geschöpfe liefern die Kalkcrde unddie Kieselerde, also gerade die beiden Materien, deren allgemeinste Ver-breitung in der Erdrinde, wie in den Gewässern, wir erkannt haben. DieKalkerbe wird besonders von den Thieren ausgenommen und zu den har-ten Gerüsten ihres Körpers verwendet; die niederen Thicre firiren sie alskohlcnsaurc Kalkcrdc, die höheren und namentlich die Rückgratthiercnehmen vorzugsweise phosphorsaure Kalkcrde auf und entziehendieselbe imgleichen den Gewässern, obwohl die Quantität des aufgelöstenphoSphorsaurcn Kalkes oder Apatits viel geringer ist, als die des kohlcn-sauren Kalkspaths. Die Masse von Kalkcrde, welche dadurch auS denGewässern wieder abgeführt wird, »ruß als höchst beträchtlich erscheinen,wenn man auf die Millionen von Muscheln, Schnecken und Korallen desMecrcS Rücksicht nimmt, und dazu noch die an Zahl zwar geringeren, aberan Masse jenen kleineren Geschöpfen im Ganzen wohl nicht nachstehendengrößeren Rückgratthierc mit ihren kalkigen Skeleten irr Erwägung zieht.Schon die alleinige Betrachtung des menschlichen Körpers zeugt fürdie enorme Masse anorganischen, von den Organismen aufgchäuftcnMaterials; denn rechnen wir nur Pfund Kalk auf jeden Menschenlein erwachsener gesunder Mann besitzt dessen etwa 7 Pfund), so crgiebtdas eine Summe von 27 Millionen Centnern, die alle aus dein Wasserhcrrührcn, welches die Menschen als Getränk oder in den Nahrungsmittelnwährend ihres Lebens verbraucht habe». Dahin aber kehrt dieser Kalkbeim Tode der einzelnen Individuen wohl nur seinem kleineren Theilc nachzurück, ein großer Theil bleibt als fester Bestandtheil im Boden und ver-mehrt die erdige Schicht, welche einträchtig mit dem Ausbreitcn der Organi-sation über die Oberfläche unseres WeltkörperS sich hinzieht. Die Kalk-erde der Lanbthiere, also auch des Menschen, stammt übrigens größtentheilsaus den Binnengewässern und namentlich auS den Quellen, deren Wasserdie Geschöpfe tränken; sie wirb, wie die Erfahrung lehrt, nur in ihremkleineren Theile wirklich diesen Gewässern durch Thiere entzogen, viel scheidet