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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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sich durch Verdunstung daraus ab, noch mehr gelaugt aufgelöst bis insMeer; und da beginnt mm der großartigste AusscheidungSprveeß durch dieMuscheln, Sel,necken, Polypen und die anderen zahlreichen Kalk in sichausnehmenden Mcerthierc. WaS die aller Orts im Meere vorhandenenMuscheln und Schnecken abscheiden, ist zwar nicht unbeträchtlich, wiegtdoch die Schaale einer einzigen großen Auster 2025 Loth, und wie vieleHunberttausende solcher Schnecken werden nicht jährlich durch die Lecker-mäuler aller Nationen der Erde wieder übergeben, allein es verschwindetgegen die ungemeine Thätigkeit der Korallenthiere, auf deren Dasein sichdie Eristenz großer Felsenriffe im Meere und selbst die Entstehung vonInseln gründet. Diese mächtigen Dämme kohlensaurer Kalkerde mit ihrenzahllosen, von Generation zu Generation in unermüdlicher Thätigkeit fort-bauenben Bewohnern sind cS besonders, an denen die erstauncnswürdigcMacht der Kalkabsonderung durch die Thierwelt sich offenbart, an denen diegleichsam filtrirende ausschcidendc Wirkung der Organisation auf das Mccr-wasscr sich unzweideutig hcrausstellt^>. Im klaren, wenn auch nicht ruhi-gen, aber dein Lichte und dem erwärmenden Sonnenstrahl gleichmäßig zu-gänglichen Oecan gründen sie auf fester Basis ihre ersten kalkigen Wohnun-gen und führen sie fort, so lange baS Meer seine gleicht krystallnc Reinheit,seine ungeändertc höhere Wärme behält. Beide Bedingungen dürfen ihnennicht fehlen und daher beschränken sich Korallenriffe auf die tropischenGegenden der Südsee und Westindiens, wo ihnen untcrmecrische Felsen-reihen als Grundlage dienen und gleichmäßige Mcerestiefe» fortdauerndzu Gebote stehn. Schäumende Brandungen stören sie nicht, im Gegentheil,die Korallen bauen am liebsten gerade da, wo sic heftig wirken; aber eineontinuirlicher Strom, besonders wenn er durch ausmündenbc Flüsse bewirktwird und Unreinlichkciten aller Art ihnen in den Weg treibt, hindert ihreAusbreitung; er durchbricht das Riff und öffnet dem kühnen Schiffer den

3) Dic Betrachtungen von G. Bischof (chemische Geolog. I. S. !M4.) lehren,daß durch Verdunstung keine kvhlcnsanre Kalkcrdc ans dem heutige» Meere, seinen allge-meinen Eigenschaften nach, abgeschieden werden kann, weil der Verlust an Flüssigkeitdurch den atmosphärischen Niederschlag fortdauernd wieder ergänzt wird. Aehnliche,wenigstens nicht sehr wesentlich verschiedene Verhältnisse fanden aber auch in der Vorzeitstatt, und eben diese machen cs wahrscheinlich, daß schon damals der kohlensauer Kalknur durch die Organismen dem Meere entzogen wurde. Wir werden auf diesen Gegen-stand später bei der Schilderung der Erdbildnng im Allgemeinen und bei Darstellung derGrauwacken- und Kreide-Periode zurückkommcn, weshalb wir ihn jetzt nur so kurz be-rühren.