in ihrer Auflösung erhalten zu könne», ebenso entschieden, wie die Tuffeund Sinter das Auflösungsvermögen der Quellen; sie geben zugleich überden Ursprung mancher Kalklager in frühem Erdbildungsperiodcn Aus-schlüsse, und weisen auf die Entstehung der oolithischen Kalksteine ältererPerioden als Niederschläge aus einem reichlich mit aufgelöstem kohlensaurenKalk gesättigten Meere hin, während zugleich die mächtigen SanbsteinlagerunS von der Anwesenheit mechanischer Beimengungen überzeugen. Denletzteren verdankt nämlich der Meercssand seinen Ursprung. Anzunehmen,daß der Meercssand von im Meere aufgelöster Kieselerde herrühre, wie daSvordem öfters geschah, ist weniger erlaubt, weil das Meer gegenwärtig nursehr geringe Quantitäten von Kieselerde enthält, und zu deren Abschcibungbesonderer, meist organischer Proccsse bedarf. Inzwischen muß Kieselerdein früheren Perioden der Erdbildung stärker im Meere aufgelöst gewesensein, weil man Kicselerdcknollen, sogenannte Feuersteine, in vielen Se-dimenten antrifft, welche nachweislich Mecrcsproduetc sind, und weil dieFeuersteine fast alle in sich Ncrstcinerungcn enthalten, ja ganze Thierkörperumschließen oder sich darnach geformt haben. Der Mangel einer krystalli-nischen Struktur zeigt übrigens, daß kein chemischer Proccß ihre Abschei-dung bewirkte; er führt uns in Verbindung mit dem häufigen Vorkommenorganischer Körper in den Feuersteinen zu der Vermuthung einer durchOrganismen veranlaßten Ausscheidung. In der That wollen auch einigeNaturforscher die Badeschwämme (8pcmgiso) für die Urheber der Feuer-steine erklären und behaupten, daß diese Geschöpfe die Kieselerde entwedermechanisch dem Meere, auf dessen Boden sie wuchsen, entzogen, oder selbstchemisch aus ihm absclüeden. In ihre von Kieselerde durchdrungenen Ge-bäude seien Thierkörper zufällig gerathen, daselbst fcstgehaltcn und so in dieFeucrstcinmassc ausgenommen worden. Damit wäre freilich die Form derFeuersteine erklärt, aber nicht der Ursprung der Kieselerde im Mecrwasserjener Zeit; ihn zu deuten ist die Annahme großartiger Zersetzungen in älte-rer Zeit um so nöthigcr, als nur sie das Entstehen freier Kieselerde zu er-klären vermögen.
Wir ersehen aus dein, was soeben über die Bildung der Feuersteinegesagt worden ist, daß auch organische Geschöpfe an dem Umsatz der unor-ganischen Bestanbthcilc unseres Erdkörpers Anthcil nehme» können, undwerden dadurch veranlaßt, diese Seite des organischen Lebens weiter insAuge zu fassen. ES ist eine derartige Betrachtung schon deshalb hier amQrte, weil die bezeichnete Thätigkeit der organischen Geschöpfe sich lediglichauf daS Auflösungsvermögen des Wassers gründet, und keine anorganische