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salzig schmecken Ueber den Ursprung brr Salze im Mrcrc lvar laugeZeit nichts Genügendes ermittelt; allein gcgcinvärtig hat wohl die Ansicht,daß alle aufgelösten festen Bcstandthcile dem Meer durch die Binnengewässermitgethcilt worden seien, allein noch Geltung; insofern höchstens eine ört-liche Acnderung durch eigne Auflösung des Meeres zulässig zu sein scheint.Hiefür spricht vielleicht der Umstand, daß gerade die minder allgemeinenStoffe in gewissen, zumal vulkanischen, Gegenden sich sehr vorwiegend imMeere aufgelöst finden, nnd durch bloße Verdunstung aus demselben infester Gestalt sich wieder abschcibcn; obgleich der größere Gehalt auch ausden reichlicher damit gesättigten Binnengewässern, welche an dieser Stelleins Meer münden, abgeleitet werden könnte. Dadurch eutstcheu noch unterunseren Augen marine Sandsteine und Kalkschichtcn. Großes Aussehenerregte ein auf solche Weise entstandenes Kalkstcinlager an der Küste vonGuadaloupc, weil man darin vollständig erhaltene Menschcngcbeincfand, die inan für den sichersten Beweis eines präadamitischen Menschen-geschlechts hielt, bis genauere Untersuchungen die Entstehung dieses Kalk-steins in späterer Zeit darthatcn. Nicht minder auffallend waren den erstenBeobachtern eigenthümliche Kalksteinröhrcn an den Küsten Neuhollands,woselbst sic nach den Beobachtungen Riche'ö durch Verdunstung vonMecr-wasser entstehen, welches die hochgchende Sec bei Stürmen an die am Uferstehenden Gewächse spritzt und dadurch nach und nach mit einer Kalkkrustcüberzieht. Solche Thatsachcn beweisen die auflösendc Thätigkeit des Meer-wasscrs, oder wenigstens seine Fähigkeit, aufgelöste ihm zugcführte Stoffe
2) Dic »ciicstc» Analyse» non Forchhammcr (Froricp's ». Not. -40. 243) habengezeigt, daß das Meer zwischen den Tropen den stärksten Gehalt an feste» Bcstandtheilenbesitzt, nämlich 36,3 Thcilc auf 1000 Theilc Wasser. Gegen dic Pole hin fällt der Ge-halt bis auf 32,3; den allcrstärksten Gehalt zeigte das Wasser des Mittclmccrcs, nämlich37,1; den geringsten die Ostsee. Nebcrall ist das Meer an de» Küsten ärmer a» salini-sche» Stoffen, als in der hohen See; offenbar wegen der vielen in dasselbe mündendensüße» Gewässer. Alle festen Bcstandthcile sind entweder Chlorverbindungen (s. die vorigeNote), oder schwcfelsanrc und kohlcnsaurc Salze. Das Vcrhältniß dieser beiden Mischungs-antheilc crgicbt sich aus ihren Säuren wie 10,0 zu 1,0—1,24; wobei der stärkere Gehaltan Schwefelsäure von der Nähe der Küste» abhängig zu sein scheint und wahrscheinlichvon der aufgelösten schwcfclsanre» Kalkcrde (Gyps) hcrrührt, welche dic Flüsse dem Meerezuführcn. Dic kohlcnsanrcn Salze (Talk und Kalk) sind nur in Spuren vorhanden, weildie größere Masse der dem Meere zugeführte» Karbonate, entweder wie dic Alkalisalzc, inChlorverbindungen und Sulphatc umgcsctzt, oder in fester Gestalt, wie die Ertsalze, ausihm wieder abgeschieden wird.